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NRW-Ministerin Ina Scharrenbach zu Gast bei der Frauen-Union

Heimat macht Menschen stark

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Eigentlich war Ina Scharrenbach einen Tag zu früh in Schloß Holte-Stukenbrock. Die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hätte bestimmt ihre Freude an der Ehrenamtsmesse gehabt, die am Samstagvormittag in der Aula am Gymnasium stattfindet. Denn hier findet sie das, was ihr Ministerium fördert: Das Ehrenamt, das Menschen verbindet und die Gesellschaft stark macht. „Sie setzen – neben der Gesundheit – das wichtigste ein, was sie haben, ihre Zeit“, sagt sie.

Monika Schönfeld

Ministerin Ina Scharrenbach ist auf Einladung der Vorsitzenden der Frauen-Union Schloß Holte-Stukenbrock, Annegret Jürgenliemke (links), in der Stadt. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr hat das Goldene Buch mitgebracht. Foto: Monika Schönfeld

Mit finanzieller Förderung will das Ministerium eine Diskussion anstoßen. „Was hält einen Ort, einen Stadtteil zusammen? Was schafft in einer globalen Welt Identität und Identifikation?“ Um die kleinen Dinge zu fördern, die das große Ganze lebens- und liebenswert machen, hat die Landesregierung seit 2017 die Fördertöpfe aufgemacht. Mit einem Heimat-Scheck in Höhe von 2000 Euro sind bereits auch mehrere Initiativen in Schloß Holte-Stukenbrock bedacht worden. Außerdem hat der Rat die Anregung der FDP aufgenommen, einen Heimatpreis auszuloben. Das Preisgeld, insgesamt 5000 Euro, kommen vom Land. Der Verein für Jugend und Kultur, der das Holter Meeting, ein Umsonst- und Draußen-Festival ausrichtet, hat den ersten Platz gemacht. Außerdem wurden der Stukenbrocker Karnevalsverein und der Heimat- und Verkehrsverein bedacht.

Auf Einladung der Frauen-Union Schloß Holte-Stukenbrock berichtete Ina Scharrenbach, auch Vorsitzende der Landes-Frauen-Union, über „Heimat, Zukunft, NRW – wir fördern, was Menschen verbindet“ in „The T Rooms“. Zuvor war sie schon in der Bezirksregierung Detmold, hat mit dem IT-Unternehmen Phoenix Contact eine „Boys-and-Girls-Academy“ gegründet, um junge Frauen für technische Berufe zu begeistern, und hat auf dem Truppenübungsplatz in Augustdorf den historischen Standort des Jagdschlosses Lopshorn besucht.

Ina Scharrenbach sagte, die bürgerlich-liberale Regierung NRW „schreibt Ihnen nicht vor, was Sie zu tun haben. Das entscheiden Sie. Alles, was wir tun ist, Sie zu unterstützen, Ihre Ideen in die Tat umzusetzen.“ So fließen Mittel in die Dorferneuerung. „Wir wollen nicht die Städte gegen den ländlichen Raum ausspielen. Jede Region hat andere Herausforderungen.“ Ostwestfalen-Lippe nimmt sie als nachhaltige Region mit kleinen bis ganz großen Unternehmen wahr. Entwicklung müssen generationengerecht betrachtet, transparent aber die Zusammenhänge aufgezeigt werden.

Gut gegeben!

Ina Scharrenbach kann es mit der geballten männlichen CDU ohne weiteres aufnehmen. Diesen Schlagabtausch gab es am Rande:

Der Bürgermeister beklagt, dass Zuschüsse für die Modernisierung des Hallenbades nicht bewilligt wurden. „War es vielleicht ein bisschen viel?“, fragt Ina Scharrenbach. „Nö“, schütteln Bürgermeister, Stellvertreter, Stadtverbandsvorsitzender und Ratsmitglieder den Kopf.

„Dann haben Sie die Zuschüsse im nächsten Jahr noch mal beantragt?“ Wieder Kopfschütteln der Herren. „Wir bezahlen es jetzt alleine“, sagt der Bürgermeister. Ina Scharrenbach lächelt: „Geht doch!“

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