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Förderverein der Gedenkstätte Stalag 326 stellt Programm vor

Hochkarätig mit wenig Geld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Förderverein der Gedenkstätte Stalag hat seine Internetseite überarbeitet. Dieses Wochenende wird die Seite freigeschaltet. Dort ist auch das Programm bis zum Ende des Jahres enthalten.

Monika Schönfeld

Der Schauspieler Michael Grunert spielt am Donnerstag, 10. Oktober, das Stück »Im Herzen ein Nest aus Stacheldraht«, das auf der Lebensgeschichte des ehemaligen Kriegsgefangenen Ferdinand Matuszek basiert. Foto: Tom Dombrowski

Bis zum 2. April 2020, dem Tag, an dem sich zum 75. Mal die Befreiung der Kriegsgefangenen des Stalag 326 jährt, will der Förderverein ein anspruchsvolles Programm bieten und auch eine große Gedenkveranstaltung vorbereiten. Und das, obwohl der Förderverein über zu wenig Geld verfügt. »Leider ist es so, dass durch die Neukonzeption der Gedenkstätte der Eindruck entstanden ist, der Förderverein verfüge seitdem über enorme finanzielle Mittel. Das ist leider nicht der Fall. Dem Förderverein als Träger der Gedenkstätte fehlen zurzeit die Möglichkeiten, die Kosten für betriebswirtschaftliche und personelle Ausgaben aufzubringen«, so der Vorsitzende des Fördervereins, Manfred Büngener, und Geschäftsführer Oliver Nickel. »Wir finanzieren uns zum großen Teil aus Zuschüssen des Landes NRW, des Kreises Gütersloh und der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock. Der übrige Teil wird durch Spenden von Stiftungen der Banken, von Unternehmen und Privatpersonen getragen, denen die Gedenkstätte am Herzen liegt.« Um ein attraktives Programm zu bieten, treten viele Referenten ohne Gage an.

Führungen, Vorträge, Theater

Im August gibt es einige Führungen, darunter einen abendlichen Rundgang über den Gemeindefriedhof, den Italienischen und den Sowjetischen Ehrenfriedhof (28. August). Mit dem Rad begeben sich die Teilnehmer auf den Weg, den die Kriegsgefangenen vom Hövelhofer Bahnhof auf dem Russenpatt bis zum Stalag gegangen sind (18. August). Am 5. September berichtet der Historiker Norbert Ellermann über die Geschichte der Hitlerjugend.

Um Ausgrenzung im deutschen Sport geht es am Dienstag, 8. Oktober. Friedhelm Schäffers und Lorenz Pfeiffers Thema ist »Unser Verein ist judenfrei« und »Der DSC Arminia während der Zeit des Nationalsozialismus«. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Verein Fanprojekt Bielefeld findet im Rahmen der Fußballkulturtage NRW ab 19 Uhr in der Aula am Gymnasium statt.

Einen Tag später, am Mittwoch, 9. Oktober, geht es ab 14 Uhr um 70 Jahre evangelische Kirche in der Diaspora. Frank Stückemann referiert, Pia Winkler feiert ab 16 Uhr einen Gottesdienst in der evangelischen Lagerkirche. Dazu gibt es eine Sonderausstellung.

» Im Herzen ein Nest aus Stacheldraht « fußt auf der Lebensgeschichte Ferdinand Matuszeks. Das Stück mit Michael Grunert wird am 10. Oktober ab 19 Uhr gezeigt. Der Chor »Russkaja Duscha« tritt am 30. November ab 20 Uhr in der Aula am Gymnasium auf.

www.stalag326.de

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