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Verrücktes Musikspektakel des Detmolder Kammerorchesters nimmt die Kinder der Grundschule Stukenbrock mit.

Jeder Ton ein Fest

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Kinder und Opernmusik? Auch wenn es sich im ersten Moment nicht besonders kompatibel anhört, es passt.

Uschi Mickley

Ein Küsschen gab es für Bariton Laurin Siebert (als Toni) zwar nicht, aber dafür von den Schülern aber jede Menge Jubel und Applaus. Sie erlebten ein Musikspektakel und lernten, dass sich Hinhören lohnt und Musik aussagekräftig ist. Foto: Uschi Mickley

Das dachte sich wohl auch die Katholische Grundschule Stukenbrock, als das Detmolder Kammerorchester eingeladen wurde, eine weihnachtliche musikalische Kostprobe seines Könnens zu präsentieren. Mit dem aktuellen Musiktheater „Jeder Ton ein Fest“ war das 20-köpfige Ensemble am Donnerstag zu Gast.

„Was für eine Party!“, ruft Dirigent Guido Mürmann ausgelassen in die Aula. Dritt- und Viertklässler sind bereits in voller Fahrt. Angeführt von den Opernsängern Maria und Toni bilden rund 150 Schüler eine Polonaise aus Tschaikowskis Eugen Onegin und marschieren vor Vergnügen quietschend und singend durch die Aula.

Die Schüler selbst avancieren zu Hauptfiguren der Geschichte und gestalten ein furioses Opernfinale. Denn sie wissen genau: „Mit fröhlichem, lautem Gesang und „Mambo-Rufen“ können sie dabei helfen, die beiden Liebenden wieder „still und romantisch“ zueinander zu führen.

„Wow, das war richtig große Klasse“, schwärmt Schülerin Alina Dullovi am Ende der fulminanten Vorstellung. Schon zu Beginn ließ Dirigent Guido Mürmann mit viel Witz und Charme Spannung aufkommen. „Wir gehen zusammen über den Weihnachtsmarkt. Auf dem Karussell drehen sich die Melodien“, kündigt er an.

Dann werden die Kinder mit auf die musikalische Reise zweier Puppen genommen. Der Vorhang öffnet sich und Toni (Bariton Laurin Siebert) und Maria (Sopranistin Kirsten Labonte), die auf der Kirmes in ihren Buden stehen, werden von einigen Schülern zum Leben erweckt.

Fasziniert verfolgen die Mädchen und Jungen ihre ersten zarten Bande. Musikstücke, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, werden dabei kindgerecht miteinander verbunden. Absolventen und Masterstudenten der Hochschule für Musik Detmold musizieren mit großem Orchesterklang. Dazu gehören unter anderem die Champagnerarie aus Mozarts Don Giovanni und Mambo aus Bernsteins West Side Story.

„Die kann unfassbar hoch singen“, staunt eine Schülerin, als Kirsten Labonte ihre Stimme in höchste Ebenen schwingt. „Das ist wirklich ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“, bedankt sich Schulleiterin Christine Weiß nach der umjubelten Vorstellung bei den Interpreten.

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