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Caritas-Seniorencentrum St. Johannes Stukenbrock hat Unterstützung bekommen

Johanniter machen Corona-Schnelltest

Schloß Holte-Stuk...

Eigentlich hatte Bernd Zilger, Leiter des Caritas-Seniorencentrums St. Johannes Stukenbrock, für die Bewohner für Donnerstag eine kleine Andacht mit Pfarrer Johannes Epkenhans und einem Posaunenchor geplant. Beides wurde abgesagt. „Wir machen es unseren Bewohnern aber mit dem adventlichen Abendessen schön. Darauf haben sich alle gefreut. Sie haben gewählt, dass es Hirschgulasch mit Rotkohl gibt.“ Gegessen wurde in den Wohnbereichen und im Restaurant mit Abstandsregeln.

Monika Schönfeld

Der Leiter des Caritas-Seniorencentrums St. Johannes, Bernd Zilger, und Pflegedienstleiterin Pia Pieper im Eingangsbereich an der Hygienestaion beim Fiebermessen Foto: Monika Schönfeld

Der erneute Lockdown stellt die Mitarbeiter des Seniorencentrums wieder vor logistische Herausforderungen. Nicht nur muss festgelegt werden, wie der Impfstoff gelagert werden kann. Vielmehr müssen alle Bewohner, die geimpft werden wollen, oder ihre Betreuer eine Einverständnis-Erklärung unterschreiben. „Die Kassenärztliche Vereinigung wird Mitarbeiter schicken, die mit uns klären, wie wir das am besten bewerkstelligen. Der Impfstoff ist hoch empfindlich. Wir müssen wohl noch einen entsprechenden Kühlschrank anschaffen.“

Nach dem Hochschnellen der Zahl der mit Corona Infizierten hatte das Seniorencentrum nur einen Fall einer infizierten Bewohnerin. Sie wurde getestet, bevor sie ins Krankenhaus gebracht werden sollte. „Wir konnten die Bewohnerin gut isolieren. Das Personal trägt grundsätzlich FFP2-Masken. Wir haben Pflegekräfte und Reinigungspersonal getestet – alle waren negativ.“ Eine andere Mitarbeiterin hatte Erkältungssymptome und wurde positiv getestet. Da sie sechs Tage lang aber nicht gearbeitet hatte, war der Fall für die Einrichtung nicht gefährdend.

Seit Dienstag sind Mitarbeiter der Johanniter Unfall-Hilfe im Haus, die bei den Tests unterstützen. „Das Pflegepersonal ist nur für die Bewohner zuständig. Sie können nicht auch noch Besucher testen“, sagt Zilger. Am Dienstag wurden erstmals sieben Besucher getestet, außerdem Bewohner und Mitarbeiter. Alle mit negativem Befund. Für nächsten Dienstag sind 15 Besucher für den POC-Schnelltest angemeldet. „Wir legen Wert darauf, dass die Besucher den Schnelltest mit einem Besuch ihrer Angehörigen verbinden“, sagt Zilger. Die Johanniter seien dienstags von 9 bis 16.30 Uhr im Haus, morgens werden die Bewohner, mittags die Mitarbeiter und von 14.15 bis 16.15 Uhr maximal 32 Besucher getestet. „Das wird gut angenommen.“ Ab Mittwoch 9 Uhr kann man sich für den kommenden Dienstag anmelden. Die Besucher werden an der Krankenwageneinfahrt getestet und müssen dann auf das Ergebnis außerhalb des Hauses warten. Mitzubringen ist der Personalausweis. „Ich habe 4500 Teströhrchen. Für Bewohner und Mitarbeiter werden wir die Tests auf zwei Tage in der Woche ausweiten, Besucher werden auch künftig nur dienstags getestet.“

Angehörige, die Bewohner über Weihnachten abholen wollen, um zu Hause mit ihnen zu feiern, werden gefragt, ob das wirklich nötig sei. Sie werden aufgefordert, sich zu schützen. „Wer von solch einem Besuch zurückkehrt, muss einen Coronatest über sich ergehen lassen und nach drei Tagen noch einmal. Angehörige sollten überlegen, ob solch ein Besuch nicht ins nächste Jahr verschoben werden könnte.“

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