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Circus Tausendtraum: 270 Kinder der Grundschule Stukenbrock laden ein in die Manege

Junge Artisten lassen die Teller kreisen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Fakire sitzen im Halbkreis um den Haufen Glasscherben. Der mutige Joshua tritt vor, legt die Hände auf die Scherben, atmet durch und macht einen Handstand auf dem Glas. Langsam kommen die Beine wieder auf den Boden. Arme über Kreuz vor der Brust. Verneigung. Applaus.

Monika Schönfeld

Wenn der Besen zur Luftgitarre wird, bringen die Clowns unter der Leitung von Stefan Linne das Publikum zum Lachen. Foto: Monika Schönfeld

Michael Held ist der Projektleiter bei den Fakiren und Zauberern. »Bewegt euch in der Reihe, wie eine Schlange«, sagt er zu den Kindern der Klasse 1 bis 4, die diese ganze Woche Lesebuch und Rechenheft zur Seite gelegt haben, und sich stattdessen auf spitzen Nägeln und Glas bewegen oder einen Feuerball in der Hand halten.

Mit Clowns und Fakiren

Alle 270 Schüler der Katholischen Grundschule Stukenbrock sind eingebunden. Sie werden ab Freitag im Circus Tausendtraum – in einem echten Zirkuszelt, das auf dem Schützenplatz in Stukenbrock aufgebaut ist, eine Vorstellung zeigen, die Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden den Atem stocken wird. Oder ansteckt, fröhlich zu lachen.

Denn was wäre ein Zirkus ohne die Clowns? Trainer Stefan Linne steht mit den Kindern bereits in der Manege, hat Besen, Mülltonne und Ghettoblaster dabei. Hier dürfen die Kinder laut sein, noch lauter, damit auch der Zuschauer in der letzten Reihe alles gut mitbekommt.

Zum zweiten Mal an der Schule

Der Circus Tausendtraum arbeitet zum zweiten Mal mit den Schülern der Grundschule Stukenbrock. Vor vier Jahren hat die Schule dermaßen positive Erfahrungen gemacht, dass die Schule mit Unterstützung des Fördervereins, der die Einnahmen des Schulfestes 2018 einbringt und einer Spende der Osthushenrich-Stiftung den Circus erneut gebucht hat. »Der Offenen Ganztag ist mit im Boot, und unglaublich viele Eltern engagieren sich. Denn die Trainer brauchen in jeder Gruppe Hilfe der Eltern. Ich konnte aus einem riesigen Pool schöpfen«, sagt der kommissarische Konrektor Benjamin Dreier.

Kinder lernen bei diesem Projekt, was sie alles leisten können. »Jedes Kind findet etwas, was ihm Spaß macht, was es unglaublich gut präsentieren kann und dafür Applaus erhält. Das stärkt das Selbstbewusstsein«, sagt Lehrerin Barbara Pfizenmaier. Die Kinder haben schnell Erfolgserlebnisse. »Sie laufen am zweiten Tag auf den Bällen, als hätten sie das schon wochenlang trainiert.« Und das Projekt wirke im Schulalltag weiter. Ganz selbstverständlich arbeiten die Kleinen mit den Großen, auf dem Schulhof macht sich bemerkbar, dass Erstklässler und Viertklässler freundschaftlich miteinander umgehen.

Die Vorstellungen

Freitag, 15. Februar , 18 Uhr Klasse Igel, Eisbär, Zebra (3c), Eichhörnchen (4c).

Samstag, 16. Februar , 11 Uhr Klasse Rabe, Maus, Delfin (4a), 15 Uhr Klasse Katze, Löwe, Fisch (3a).

Sonntag, 17. Februar , 11 Uhr Klasse Fuchs, Hund (3b), Fledermaus (4b).

Kartenvorverkauf ist am Zirkuszelt täglich bis Freitag von 13.20 bis 13.50 Uhr, heute auch von 18 bis 18.30 Uhr sowie eine Stunde vor den Vorstellungen.

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