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Platz für zwei Mehrfamilienhäuser – Stadt behält sich ein Belegungsrecht vor

Kein Flüchtlingswohnheim am Bachweg

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ms). Die Stadt will in Liemke am Bachweg, Ecke Kaunitzer Straße zwei Grundstücke zur Bebauung mit Mehrfamilienhäusern parzellieren und verkaufen. Dabei handelt es sich um das Grundstück, auf dem bei Bedarf ein Flüchtlingswohnheim entstehen sollte. Anfang 2017 waren Liemker Bürger gegen das Vorhaben Sturm gelaufen. Zum Hintergrund: Am 13. Dezember 2016 hat der Stadtrat beschlossen, das Grundstück mit einer Flüchtlingsunterkunft für 45 Personen zu bebauen, sofern der Bedarf dafür besteht.

Der Verkauf der Grundstücke am Bachweg erfolgt zum Bodenrichtwert von 135 Euro pro Quadratmeter. Foto:

Der Bedarf an Flüchtlingswohnheimen ist mit dem Neubau der Containeranlagen am Ortseingang Schloß Holte an der Kaunitzer Straße und an der Heideblümchenstraße sowie der Anlage am Siewekeweg gedeckt.

Dennoch sollen die Wohnungen in den beiden Mehrfamilienhäusern öffentlich gefördert oder mit einem Belegungsrecht für die Stadt für die Dauer von sechs Jahren zu errichten sein. Das vorhandene Gebäude Bachweg 2 wird abgerissen. Die Stadt erwartet Einnahmen von 230.000 Euro.

In absehbarer Zeit sei jetzt aber für Schloß Holte-Stukenbrock nicht mit der Zuweisung weiterer Flüchtlinge zu rechnen, deren Aufenthaltsstatus ungeklärt ist, sofern die Quoten nicht geändert werden. Weiterhin benötigt wird aber öffentlich geförderter Wohnraum in der Stadt.

Große Nachfrage

Um das Angebot an bezahlbaren Wohnungen zu verbessern, hat die Stadt in den vergangenen Monaten mehrere Grundstücke zur Bebauung mit öffentlich geförderten Wohnungen verkauft. Die Nachfrage sei aber groß, zumal der Stadt weiter Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnsitzauflage zugewiesen werden. Die Miete für diese Flüchtlinge übernimmt das Jobcenter.

Da es sich gezeigt hat, dass das Antragsverfahren zur Bewilligung öffentlich geförderter Wohnungen sehr lange dauert, will die Stadt die Möglichkeit haben, unter Beachtung von Mietobergrenzen ein Belegungsrecht zu erhalten. Eine ausgewogene Belegung würde über den Fachbereich Soziales gewährleistet. Die Grundstücke haben eine Größe von 850 Quadratmetern und können mit Häusern für jeweils sechs bis acht Wohnungen bebaut werden.

Gleichzeitig soll vom Bachweg aus ein Stichweg parallel zum Forellenweg gebaut werden, um das Gelände für Einfamilienhäuser zu erschließen. Der Rat berät am Dienstag, 19. Februar, ab 18 Uhr im Rathaus.

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