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Firmen-Chefin Marion Wegner lobt Patrick Lehmanns Arbeit in höchsten Tönen

Keine Berührungsängste

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Marion Wegner und ihre 40 Mitarbeiter kennen keine Berührungsängste mit Menschen mit Beeinträchtigungen. »Patrick ist in der Montage der Hahn im Korb. Er arbeitet sehr gewissenhaft und seine Kolleginnen kümmern sich um ihn.«

Monika Schönfeld

Sehr zufrieden sind Firmenchefin Marion Wegner und Produktionsleiter Thorsten Albe (links) mit der Arbeit von Patrick Lehmann, der seit einem Jahr in der Montage des Kunststofftechnik-Unternehmens am Brinkeweg arbeitet. Foto: Monika Schönfeld

Patrick Lehmann (23) hat eine Entwicklungsstörung ungeklärter Ursache, hat in der Albatros-Schule in Bielefeld-Senne, einer Förderschule, die lebenspraktischen Dinge gelernt, sagt seine Mutter, Ulla Lehmann. Nachdem er 18 Jahre alt geworden ist, hat er beim Wertkreis Gütersloh berufliche Förderung erhalten und zwei Jahre lang in den Bereichen Holz, Metall und Hauswirtschaft gelernt. Danach hat er beim Wertkreis in der Miele-Werkstatt Bauteile für Waschmaschinen bearbeitet, dann in der Wertkreis-Froli-Werkstatt Lattenroste zusammengesteckt.

»Wir arbeiten auch mit dem Wertkreis zusammen. Die Beschäftigten dort stecken für uns Teile zusammen«, sagt Marion Wegner, Chefin der Wegner Kunststofftechnik GmbH am Brinkeweg. Hier arbeiten 40 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb. Der Umsatz habe vergangenes Jahr 1,2 Millionen Euro betragen, dieses Jahr werden zwei Millionen angestrebt. Das Unternehmen fertigt per Spritzguss Kunststoffteile für Automobilzulieferer und die Elektroindustrie nach fertigen Modellen, hat aber auch eigene Produkte, wie die Kunststoffschalen für hochwertige Lebensmittel, vor allem Wurstspezialitäten, und Produkte der Fischindustrie. Außerdem wird ein eigener Fahrrad-Kettenschützer produziert. »Wir sind breit aufgestellt«, sagt Marion Wegner.

Marion Wegners Mann Jochen hat 1994 mit drei Mitarbeitern angefangen. Der hat vorher in der Lehrlingsausbildung im Haus Eckehardt in Bielefeld-Eckardtsheim gearbeitet. Dort habe die Familie auch gewohnt. »Behinderte Menschen gehörten zu unserer Nachbarschaft, das Zusammenleben war für uns ganz selbstverständlich, fast familiär.«

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag, 23. September, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Schloß Holte-Stukenbrock.

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