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Klimaschutzprojekt der Stadt: 60 Pollhansschüler verjüngen den Wald

Kinder pflanzen junge Eichen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Ein emsiges Gebuddel herrscht am Mittwochmorgen an den Sammelteichen. Mit Spaten und Schaufeln ziehen etwa 60 Viertklässler der Pollhansschule in den Wald, um ein Gebiet am Naturlehrpfad mit 200 jungen Bäumen zu stärken.

Uschi Mickley

Von Schneeregen und Kälte haben sich 60 Pollhansschüler nicht abhalten lassen. Im Rahmen einer Aktion der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock haben die Helfer 200 Jungbäume angepflanzt. Forstwirt Christoph Wiegand zeigt Nico, wie das geht. Foto: Uschi Mickley

Eine Fläche soll wieder hergerichtet werden, nachdem die Fichten dort wegen des Borkenkäferbefalls gefällt wurden oder durch den Sturm Friederike umgeknickt waren. Es handelt sich um eine Aktion der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock in Zusammenarbeit mit dem Forstamt, um junge Menschen für den Klimaschutz zu sensibilisieren.

Es herrschen Temperaturen um den Nullpunkt, Schneeregen prasselt unerbittlich auf die Schüler nieder. Doch die Mädchen und Jungen lassen sich von der Kälte nicht abschrecken und pflanzen voller Tatendrang eine Eiche nach der anderen. „Mit den Bäumen, die ihr heute anpflanzt, könnt ihr Spuren hinterlassen“, motiviert Christoph Wiegand die aufmerksamen Helfer. Der Forstwirt erklärt, wie tief die Jungbäume in den Boden müssen, um gesunde Wurzeln bilden zu können. Warm eingepackt machen sich die Schüler mit Begeisterung ans Werk.

Das Forstdienstleistungsunternehmen Kilian Rübsamen hat Vorarbeit geleistet, meterhohe Brombeerbüsche entfernt und Löcher für die Aufforstung vorgebohrt. Nun gilt es, die Setzlinge in sogenannten Pflanznestern fachgerecht in den Boden zu bringen. Die Arbeit unter freiem Himmel macht den jungen Umweltschützern sichtlich Spaß. Der zehnjährige Tristan hat gut zugehört. Eifrig beginnt er damit, den Waldboden mit dem Spaten an einer pink markierten Stelle auszuheben. In ein etwa 40 Zentimeter tiefes Loch pflanzt er die etwa 1,20 Meter große Eiche. Seine Mitstreiterin Tanisha schaufelt mit den Händen Erde auf, bis der Wurzelballen bedeckt ist. Dann wird der Boden um den jungen Baum herum festgetreten.

Fragt man Julia, Nazli oder Zoey danach, warum sie dabei sind, fällt die Antwort immer ähnlich aus. „Etwas für die Umwelt und die Tierwelt tun, den Ausstoß an Kohlendioxid verringern oder einfach etwas für andere tun.“

Aufgeteilt in Gruppen betten die Schüler an diesem Morgen 200 Stileichen in das Erdreich ein. „Dank eurer Unterstützung werden die Eichen in den nächsten Jahren zu stattlichen Bäumen heranwachsen“, lobt Christoph Wiegand die Teilnehmer.

Stileichen, so der Experte, kommen mit extremer Trockenheit gut zurecht. Etwa 1100 weitere Setzlinge werden demnächst in der Region unter der Regie des Forstamtes angepflanzt. Das Projekt wird vom Land NRW gefördert, das die Jungbäume zur Verfügung stellte.

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