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Katholischer Pastoraler Raum und Evangelische Gemeinde legen die Zahlen aus den Jahren 2000 und 2020 vor

Kirchen verlieren weiter Mitglieder

Schloß Holte-Stuk...

In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Katholiken in der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock und Verl um 17,6 Prozent auf 22.948 gesunken. Damit liegt der Pastorale Raum am Ölbach über den durchschnittlichen Verlusten deutschlandweit, die bei knapp 16 Prozent liegen. Bundesweit ist die Zahl der Katholiken von 26,817 Millionen auf 22,6 Millionen gesunken. Im Pastoralen Raum am Ölbach waren es im Jahr 2000 insgesamt 27.851, im Jahr 2020 nur noch 22.948 Katholiken.

Monika Schönfeld

Wenn die Glocken rufen, kommen immer weniger Menschen in die Kirchen – und zwar bei beiden großen Konfessionen. Foto: Monika Schönfeld

„Die Entwicklung der Gemeinden haben in den letzten 20 Jahren für alle spürbar viel verändert“, berichtet Pfarrer Karl-Josef Auris in den neuen Pfarrnachrichten. „Pastorale Räume sind entstanden, Skandale durchlitten, Austritte zu verzeichnen. Sicher haben Menschen zum Glauben gefunden, aber die Kirchen sind spürbar leerer geworden. Statistiken erzählen einiges. Die Zukunft wird noch schwerer“, so Auris.

Die fünf katholischen Kirchengemeinden in Schloß Holte-Stukenbrock sind um 19,87 Prozent von 13.160 auf 10.545 in den 20 Jahren geschrumpft. „Spitzenreiter“ ist die Gemeinde St. Heinrich Sende, die fast ein Viertel ihrer Gemeindemitglieder verloren hat. Von 2151 im Jahr 2000 sind es heute noch 1622. St. Johannes Baptist Stukenbrock hat 20,99 Prozent verloren (von 4343 auf 3431 gesunken), St. Ursula Schloß Holte 19,39 Prozent (von 4284 auf 3453), St. Joseph Liemke verliert 17,4 Prozent (von 1626 auf 1343). Am besten steht St. Achatius Stukenbrock-Senne da. Die Gemeinde verliert in 20 Jahren gerade mal 60 Gemeindemitglieder, prozentual sind das 7,93 Prozent (von 756 auf 696).

Auf Bundesdurchschnitt bewegen sich die Zahlen in den drei katholischen Kirchengemeinden in Verl (15,57 Prozent Verlust von 14.691 Gemeindemitgliedern auf 12.403). Prozentual am meisten verliert dort die Kirchengemeinde St. Maria Immaculata Kaunitz (Minus 26,26 Prozent, von 3236 auf 2386 Gemeindemitglieder). St. Anna Verl schrumpft um 13,53 Prozent (von 9740 auf 8422 Gemeindemitglieder). St. Judas Thaddäus Sürenheide verliert nur 6,99 Prozent (von 1715 auf 1595).

Evangelische Kirche

Die Evangelische Kirchengemeinde geht ebenfalls ganz offen mit den Zahlen um. Auf der Internetseite ev-kirche-shs.de sind unter der Rubrik „Über uns“ alle Zahlen mit Taufen und Beerdigungen seit dem Jahr 2000 aufgelistet. „Deutschlandweit hat die Evangelische Kirche sogar noch mehr Gemeindemitglieder verloren als die katholische Kirche“, sagt Pfarrer Dr. Carsten Glatt. In Schloß Holte-Stukenbrock ist die Zahl von 6764 im Jahr 2000 auf 6112 im Jahr 2020 gesunken. Das ist ein prozentualer Verlust von 9,6 Prozent. „Wir hatten Glück durch einige Zuzüge. Im dörflichen Bereich gibt es weniger Austritte. Bis 2008 war die Zahl fast gleichbleibend, der Absturz ist ab 2009 spürbar.“

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