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Auch in der Stadt kehren Grundschüler und Abschlussklassen am Montag in den Präsenzunterricht zurück

Kleine, aber feine Unterschiede

Schloß Holte-Stuk...

Ab Montag kehren Grundschüler und Abschlussklassen in NRW an ihre Schulen zurück.

Dirk Heidemann

Am Montag geht es zurück in den Präsenzunterricht. Die Rahmenbedingungen sind vorgegeben, aber es gibt auch Unterschiede zwischen den Schulen. Foto: Arne Deder/dpa

Angeboten wird für diese Gruppen ein Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht in festen Lerngruppen. Für alle anderen gilt weiterhin Distanzunterricht. Schüler der Klassen 5 und 6 können aber weiterhin in der Schule pädagogisch betreut werden, wenn Eltern keine Möglichkeit haben, sie zu Hause zu beaufsichtigen. Das WESTFALEN-BLATT gibt einen Überblick, wie der Neustart in Schloß Holte-Stukenbrock abläuft.

Grundschulen

In der Pollhansschule ist eine Planungsübersicht für fünf Wochen erstellt worden, die vorsorglich bis zum Beginn den Osterferien gilt. Die Besonderheit: In den Wochen eins, drei und fünf kommen die in die blaue Gruppe eingeteilten Schüler donnerstags und freitags in die Schule, die Schüler der roten Gruppe haben an diesen beiden Tagen Distanzunterricht. Ansonsten gibt es einen täglichen Wechsel. Geschwisterkinder sind immer in der roten Gruppe, damit sie am selben Tag Unterricht haben. In jeder Gruppe sind maximal zwölf Kinder.

„Uns ist ziemlich klar, dass wir erst einmal schauen müssen, auf welchem Wissensstand sich die Kinder befinden“, sagt Schulleiterin Irmgard Heimbrodt, die von guten Erfahrungen mit der Plattform Logineo berichtet: „Das hat gut geklappt. Die Lehrer konnten so täglich korrigieren und kommentieren.“ Allerdings wurden die Aufgaben von den Kindern natürlich unterschiedlich bewältigt – mal mit, mal ohne die Unterstützung durch die Eltern. Daher gilt, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen. „Der Schwerpunkt liegt auf den Fächern Deutsche und Mathe, die täglich jeweils zwei Stunden durch die Fachlehrer unterrichtet werden“, so Irmgard Heimbrodt. In den Klassen drei und vier kommt als fünfte Stunde noch Sachunterricht hinzu.

„Da wird sicherlich Lernstoff verfestigt und nachgeholt werden müssen. Das lässt sich leichter machen, wenn in Doppelstunden unterrichtet wird“, sagt die Schulleiterin, die froh ist, dass es endlich weitergeht. „In den Video-Konferenzen haben sich die Kinder über jedes Gesicht und jeden Austausch gefreut. Aber es ist auch deutlich geworden, dass ihnen etwas fehlt. Sie vermissen die Gesellschaft durch Gleichaltrige“, so Irmgard Heimbrodt.

An der Grauthoff-Elbracht-Schule wird jede Klasse in zwei Lerngruppe (A und B) geteilt, die im täglichen Wechsel unterrichtet werden. Im Zwei-Wochen-Modell hat jede Gruppe somit an fünf Tagen Präsenz- und an fünf Tagen Distanzunterricht. Am Standort Grauthoff sind täglich 100 Schüler anwesend, am Standort Elbracht 50 Schüler. „Der Schwerpunkt im abgespeckten Stundenplan liegt auf den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht, die von den Klassenlehrern unterrichtet werden sollen. Fächer wie Sport oder Musik können bei Bedarf integriert werden“, sagt Schulleiterin Tanja Edzards, die zunächst nur die kommenden 14 Tage im Blick hat: „Darüber hinaus zu planen, bringt nichts.“

Die neun Klassen mit mehr als 200 Schülern an der Michaelschule werden in zwei Gruppen geteilt. OGS- und Notbetreuung finden statt und auch die Busse fahren wie gewohnt. AG‘s können indes noch nicht angeboten werden. „Es erwartet uns einiges an Aufgaben. Die Kinder müssen erstmal wieder in der Schule ankommen und aus der lernbelastenden Situation herauskommen“, sagt Schulleiter Norman Nefiodow.

Auch an der Katholischen Grundschule Stukenbrock findet der Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht täglich statt. Die 13 Klassen werden in Lerngruppen mit jeweils neun bis zwölf Schülern unterteilt. „Die Zusammensetzung erfolgt nach pädagogischen Gesichtspunkten. Außerdem wird auf mögliche Geschwisterkinder oder Nutzung des OGS-Angebots geachtet“, sagt Schulleiterin Christine Weiß. Da die Grundschule über zwei Gebäude verfügt, gibt es keine Probleme, die Hygienevorschriften einzuhalten.

Gesamtschule

Gemäß der Regelungen des Landes NRW werden die Jahrgänge 5 bis 9 und die EF weiterhin auf Distanz unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs werden in Präsenz unterrichtet. „In unserem einzigen Abschlussjahrgang haben wir in fünf Klassen 140 Schüler, die am Montag alle in die Schule kommen. Diese werden wir auf mehrere Räume aufteilen und die Klassen, die dann im Wechselmodell unterrichtet werden, in Gruppen halbieren. Das alles wird am Montag besprochen“, sagt Schulleiterin Daniela Hartmann.

Erschwerend kommt am Standort Hallenbad die erneut geänderte Baustellensituation hinzu. „Es gibt jetzt wieder andere Zugänge als vor dem Lockdown. Somit müssen wir nicht nur die Hygieneregeln beachten, sondern uns auch an die Baustellenbedingungen halten“, so Daniela Hartmann. Für das gesamte aus Präsenz- und Distanzunterricht bestehende Unterrichtsangebot gelten die jeweiligen Stundentafeln und Kernlehrpläne. Die Schulleitung bietet weiterhin an, dass Schüler, die zu Hause nicht erfolgreich am Distanzunterricht teilnehmen können, ihre Aufgaben unter Aufsicht in den Räumen der Schule bearbeiten können.

Gymnasium

Wie bereits Ende Januar beschlossen, startet das Gymnasium am Montag mit einem versetzten Unterrichtsbeginn (erste Stunde um 8.35 Uhr), damit sich die Schulbussituation entspannt (wir berichteten). Analog zur Gesamtschule werden die Jahrgänge 5 bis 9 und die EF weiterhin auf Distanz unterrichtet. „Nach Beratung mit den Nachbarschulen und der erweiterten Schulleitung haben wir uns dazu entschlossen, den Unterricht in der Q1 und Q2 nach Stundenplan stattfinden zu lassen“, sagt Schulleiter Dr. Michael Kößmeier.

Bei größeren Kursen mit mehr als 15 Teilnehmern, bei einem Mittelwert von 19,1 Schülern ist davon die Mehrzahl der Fächer betroffen, wird dem Gesundheitsschutz Rechnung getragen und ein zweiter Raum genutzt. „In einem experimentellen Fach wie Chemie wäre ein Versuchsaufbau sonst gar nicht möglich“, verdeutlicht Michael Kößmeier. Für die Schüler der Jahrgänge 5 und 6 gibt es weiterhin ein Betreuungsangebot, das formlos beantragt werden kann. Für alle anderen Jahrgänge gibt es bei Bedarf eine erweiterte Betreuung.

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