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Neuer Einsatzleitwagen offiziell an den Löschzug Stukenbrock der Freiwilligen Feuerwehr übergeben

Kommunikation wird erleichtert

Schloß Holte-Stuk...

Der alte T4, Baujahr 1994, hat beim Löschzug Stukenbrock der Freiwilligen Feuerwehr endgültig ausgedient.

Dirk Heidemann

Offizielle Übergabe des neuen Einsatzleitwagens: Brandoberinspektor Daniel Kammertöns (von links), Stadtbrandinspektor Claus Oberteicher und Bürgermeister Hubert Erichlandwehr Foto: Dirk Heidemann

Am Montagabend wurde der neue Einsatzleitwagen, ein 3,5 Tonnen schwerer Mercedes Sprinter mit 120 KW (163 PS) offiziell übergeben. Im Inneren verfügt das von der auf Funktechnik spezialisierten Firma Selectric aus Münster nach Wünschen der Feuerwehr konfigurierte und in Adendorf bei Lüneburg umgebaute, 175.000 Euro teure Fahrzeug über reichlich moderne Technik.

„Die Digitalisierung ist auch bei der Feuerwehr vorangeschritten. Durch das neue Fahrzeug kann viel für die Gesundheit der Menschen in der Stadt getan und Güter behütet werden“, sagt Bürgermeister Hubert Erichlandwehr. An den zwei Arbeitsplätzen befinden sich vier kleinere Bildschirme und ein großer Monitor. Über eine Software kann die Einsatzleitung Arbeitsplätze zusammenfassen. So wird die Kommunikation bei Einsätzen erleichtert.

„Der große Vorteil ist die Telefonanlage, über die wir sogenannte SDS-Nachrichten auf die Funkgeräte schicken können“, sagt Unterbrandmeister Ulrich Potthoff. Auf einem Ringspeicher werden alle Funksprüche gespeichert und können rückwirkend etwa 90 Minuten lang abgehört werden. An Bord des neuen Einsatzleitwagens befinden sich vier fest eingebaute digitale Funkgeräte, acht Handfunkgeräte und drei Mobiltelefone. „Die gesamte Technik lässt sich 1,5 Stunden lang betreiben, ohne dass der Motor läuft“, sagt Ulrich Potthoff. Eine Gruppe von 15 bis 20 Personen, inklusive der Führungskräfte, wurde geschult und ist mit der Technik vertraut.

„Wenn man das nötige Werkzeug hat, dann ist das immer Motivation für die Ehrenamtlichen. Da lohnt sich das weitermachen“, sagte Brandoberinspektor Daniel Kammertöns. Der Löschzug Stukenbrock hat sechs seiner bislang 20 Einsätze in diesem Jahr bereits mit dem neuen Einsatzleitwagen absolviert. „Dadurch konnten wir schon erste Meldungen absetzen, obwohl wir noch gar nicht am Einsatzort eingetroffen waren“, so Daniel Kammertöns.

Bereits vor der offiziellen Übergabe hatte das Fahrzeug durch Monsignore Wolfgang Bender den kirchlichen Segen mit Gebet und Weihwasser erhalten, zudem wurde ein Kreuz übergeben. Am Abend wurde mit dem kompletten Löschzug im Rahmen einer Videokonferenz gefeiert. Dazu war der für die Bewirtung zuständige Festausschuss unterwegs, um die Feuerwehrleute daheim mit Getränken zu versorgen.

„Ich möchte mich bei allen Leuten bedanken, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Vor allem bei Ulli Potthoff, der die Sache federführend begleitet hat und immer auf dem aktuellsten Stand war“, sagte Stadtbrandinspektor Claus Oberteicher.

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