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Tierische Begegnungen auf Liemker Urhof – Streichelwiese ist in Planung

Lämmchen Elsa ist gut angekommen

Schloß Holte-Stuk...

Mitten im Winter hat die Schaf- und Ziegenfamilie auf dem Liemker Urhof Obermeier knuffigen Zuwachs bekommen.

Uschi Mickley

Auf dem Hof Obermeier dürfen die Tiere gefüttert und gestreichelt werden. Jonas Käppel (11) und sein Vater René sind ganz begeistert von Hündin Almah und den handzahmen Ziegen. Foto: Uschi Mickley

In einer eisigen Nacht hat dort vor drei Wochen ein Lämmchen das Licht der Welt erblickt. Hofbesitzerin Christa Obermeier wusste zwar, dass das Camerun-Mutterschaf Annabel tragend war, jedoch nicht genau, wann mit dem Nachwuchs zu rechnen sein könnte. „Wir waren erleichtert, als das Lamm dann im Freien plötzlich da war“, sagt René Käppel, der im Hauptgebäude des Hofes wohnt.

„Komm, Elsa, komm“, versucht derweil sein Sohn Jonas das kleine Lamm anzulocken, das sich vorwitzig ein paar Schritte auf ihn zu bewegt. Der Elfjährige ist ganz begeistert von dem hellbraunen Schäfchen, das im Stall munter durch das Stroh tapst. „Es ist noch etwas scheu und wird von den anderen vier Zwergziegen bereits gut angenommen“, wie Christa Obermeier erzählt. Auch bei ihrer Ziegenherde hofft sie auf Nachwuchs.

Im Frühjahr oder Sommer plant sie auf der Weide am Pferdestall eine Streichelwiese aufbauen. Einen besonderen Wunsch möchte sie sich zudem mit der Anschaffung von Alpacas erfüllen. Sobald es möglich ist, möchte die Therapeutin Erlebnistage für Klein-Gruppen rund um die Begegnung von Mensch und Tier anbieten. Im Rahmen eines „Tierpicknicks“ können Kinder den Alltag auf dem Hof erleben und die heimische Natur erkunden.

Mit Jahreskursen wird Menschen mit und ohne Beeinträchtigung und allen Tierliebhabern ein weiteres pädagogisches Angebot in Aussicht gestellt. Den Teilnehmern soll von Mai bis Oktober in Modulen wie „Kuh und Kalb“ der richtige Umgang mit den Tieren auf spannende Weise hautnah vermittelt werden.

Auf dem Hofgelände Obermeier tummeln sich auch Kater Milu, Hofhündin Ruby und Hündin Almah. Letztere, eine erst wenige Monate Havanese-Hündin, ist noch in der Lernphase. Nach Trainingseinheiten kann der Vierbeiner, wie Vorgänger Jack, der im März gestorben ist, als Therapiehund eingesetzt werden. Christa Obermeier ist Diplom-Ergotherapeutin sowie Familien- und Sozialtherapeutin. Seit 2011 hat sie sich auf tiergestützte Pädagogik spezialisiert. In Gütersloh hilft sie jungen Geflüchteten selbstständig zu werden. Zur Arbeit bringt sie die verspielte Havanesin mit. „Almah ist immer der Star der Gruppe und lässt sich nur zu gerne streicheln“, sagt die 63-Jährige.

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