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Polizeikulturraum entsteht im denkmalgeschützten Entlausungshaus 

»Man wird ein bisschen demütig« 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Besucher wird zuerst den Duschraum betreten. Die Spruchbänder an den Wänden werden noch freigelegt. »Dieser Raum hat eine besondere Aura. Man wird ein bisschen demütig.« Das sagt Frank Seidler, Kriminalhauptkommissar und Geschäftsführer der Projektgruppe, die das denkmalgeschützte Entlausungshaus auf dem Gelände der Polizeischule Stukenbrock in den »Polizeikulturraum« transformiert.

Monika Schönfeld

Am Ende der Ausstellung kommen die Besucher in diesen Raum, der noch mit Stühlen oder Sitzkuben ausgestattet, ansonsten aber nicht stark verändert wird. Dort soll man über das Gesehene nachdenken, weil man nach den schwer verdaulichen Themen nicht nahtlos zur Tagesordnung übergehen kann, sagt Frank Seidler. Foto:

Unter der Regie des Architekten Leo Köhle aus Paderborn wird das Entlausungshaus um- und zurückgebaut. Einen neuen Außenanstrich hat es schon, draußen werden gerade Kabelkanäle gegraben, um das Haus und den Stahlkoloss des Künstlers Alf Lechner zu beleuchten. »Das 65000 Kilo schwere Kunstwerk wird ins Ensemble eingebunden. Das ist mit dem Denkmalamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und der Bezirksregierung abgestimmt«, sagt Seidler. Der Koloss wurde 1994 errichtet, im gleichen Jahr, als auch die Entlausung, das Arresthaus, die Lagerkirche und die Lagerstraße unter Denkmalschutz gestellt wurden. Die Zahl 65000 steht für die Menschen, die im Stalag 326 von 1941 bis 1945 gestorben sind.

Seit April 2011 arbeitet Seidler mit 16 Leuten in der Projektgruppe an einem Konzept für die Ausstellung. Polizisten, Historiker, Medienwissenschaftler, Didaktiker und Diplompädagogen sind dabei, Studierende der Innenarchitektur der Hochschule OWL erarbeiten Teilbereiche. Eingebettet ist der Polizeikulturraum in das »Zentrum für ethische Bildung und Seelsorge in der Polizei NRW« (Zebus). Jeder Standort der Polizeiausbildung NRW hat das Thema Ethik anders aufgearbeitet.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der WESTFALEN-BLATT-Wochenendausgabe Schloß Holte-Stukenbrock.

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