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Kindertagesstätte St. Joseph Liemke versetzt Besucher ins Mittelalter

Mit Gaukler und Burgfräulein

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Nur mit viel Mühe kann »Burgfräulein« Annette Jürgens das »schwere, eiserne Tor« zur »Burg« der Kindertagesstätte St. Joseph öffnen. »Hört, hört! Seid gegrüßt ihr holden Mägde, rechtschaffenen Knechte, ihr rüstigen Mütterlein und sonderbaren Gesellen«, liest Einrichtungsleiterin Stefanie Meyer zur Begrüßung der Kinder und Besucher zum Mittelalterfest von ihrer Schriftrolle.

Manuela Fortmeier

Die Burgfräulein Sophia, Pia, Greta, Elisa, Hannah und Carina, sowie die kleinen Ritter Noah, Christoph, Carl, Björn, Leon und Luca. Foto: Manuela Fortmeier

Florian Edler verkörperte die Rolle des Gauklers »Fahrend Volker« perfekt. Die Mädchen trugen »Röcklein aus feinstem Sammet« und die Ritterknaben weiße Gewändern. In der mittelalterlichen Seildreherei, die von Johannes und Heinz Liemke, Norbert Kockhans und Heinrich Fromme betreut wird, lernen die Kinder altes Handwerk. Es gibt Tanz- und Gesangsvorführungen der Kinder, einen mittelalterlichen Markt und viele Aktionen. Die Kindertagesstätte St. Joseph Liemke feierte ihr Sommerabschlussfest unter dem Motto »Mittelalter«. Viel Applaus gab es für den »Kinder-Minnetanz«, das »Burgenlied« und ein Gedicht über das Mittelalter.

Für das reichhaltige kulinarische Angebot, zu dem unter anderem Eltern Brot gebacken, die Kinder dazu Brotaufstriche zubereitet hatten, hieß es: »An Speis und Trank könnt ihr euch laben, für ein paar Silbertaler ist alles zu haben«.

Dass sich das Team um Stefanie Meyer mit den Kindern im Vorfeld sehr viel Mühe gemacht hatten, zeigten die vielen Details, mit denen die Einrichtung liebevoll in die »Burg« verwandelt worden war. »Wir haben mit den Kindern auch Namens-Amulette und Seifenschalen aus Ton getöpfert, mittelalterliche Rasseln aus Kronkorken gebastelt, Seife, Kräutersalz und Sirup von der Hollerblüte hergestellt«, berichtete Stefanie Meyer über die Dinge, die beim Krämerladen für wenige Silbertaler feil geboten wurden.

Und dass das Fest nicht nur bei den Kindern, sondern allen Generationen sehr gut ankam, zeigte die Redewendung eines Vaters, der seine Frau am Kuchenbuffet fragt: »Holde, sagt an, wonach gelüstet euch?«.

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