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Safariland Stukenbrock öffnet freitags bis sonntags einen Monat vor Saisonbeginn für die Auto-Safari

Mit Pferdestärken zu Zebra und Antilope

Schloß Holte-Stuk...

Die Giraffen stehen im Vorgehege und scheinen eifersüchtig auf die Zebras zu schauen, die übermütig durch die Steppe galoppieren. Am liebsten würden die Langhälse wohl ihre Beine auch weit ausgreifen lassen. Bei den Tieren ist es wie mit den Menschen. Bei diesem frühlingshaften Wetter wollen sie raus. Das ermöglicht das Safariland Stukenbrock ab diesem Freitag mit der Auto-Safari. Bereits einen Monat vor Saisonbeginn können Besucher freitags bis sonntags schauen, wie die exotische Tierwelt erwacht. Einlass ist zwischen 10 und 16 Uhr.

Monika Schönfeld

So wie Elisabeth Wurms und Frank Muschiol können Besucher mit dem Auto 4,5 Kilometer durch die Steppe fahren und die Elen-Antilopen hautnah erleben. Foto: Monika Schönfeld

„Für die Tiere ist das so aufregend wie für uns“, sagt der Zoologische Leiter des Safarilands, Markus Köchling, der gemeinsam mit Parkchefin Elisabeth Wurms und Geschäftsführer Frank Muschiol symbolisch das Band durchtrennt und damit die Saison eröffnet. „Wir sind damit in NRW der erste Freizeitpark, der öffnen darf.“

Die Auto-Safari war vergangenes Jahr die Idee, wie trotz der Corona-Pandemie der Park öffnen konnte. „Das war ein tolles Erlebnis für die Familien, die endlich wieder raus konnten. Kinder haben Plakate aus dem Auto gehalten, auf denen sie uns dafür gedankt haben.“ Wie 2020 ist das Safariland auch dieses Jahr wieder Vorreiter, ein Signal für die Zoos und Tier- und Freizeitparks, wie eine Öffnung coronagerecht funktionieren kann.

Vergangenes Jahr kamen etwa 60.000 Menschen in 20.000 Autos in den 26 Tagen, bevor der Freizeitpark unter Auflagen komplett öffnen durfte. Diese Besucher haben einen großen Beitrag zur Gesamtbesucherzahl von mehr als 400.000 in der Saison geleistet, die damit um 20 Prozent schlechter als eine normale Saison ausgefallen ist. „Die Lage bleibt angespannt“, sagt Frank Muschiol. Mit den 48 Lodges und Zelten, in denen 208 Betten zur Verfügung stehen, hat der Park sich ein weiteres Standbein geschaffen. „Urlaub in Deutschland wird auch dieses Jahr wieder beliebt sein. 2020 waren Familien teilweise zehn Tage lang hier und haben die Umgebung erkundet“, berichtet Elisabeth Wurms.

Besuchsregeln

Pro Auto sind Personen aus einem Haushalt plus einer weiteren erlaubt. Menschen, die in einer Wohngruppe (Senioren/Behinderte) zusammenleben, wird die Durchfahrt gewährt (maximal zwei Betreuer). Tickets gibt es im Onlineshop unter www.safariland-stukenbrock.de, um Kontakte möglichst zu vermeiden. Aussteigen ist im gesamten Parkbereich verboten mit Ausnahme an den WC-Anlagen mit Mund-Nasen-Schutz.

„Ohne Zoos nix los in der Natur und im Artenschutz“, sagt Markus Köchling. Das Safariland Stukenbrock ist Mitglied der Deutschen Tierparkgesellschaft im Verband der Zoologischen Gärten und will für die Branche eine Lanze brechen.

600 Tiere, 30 Tierarten, sind auf dem 65 Hektar großen Gelände zu Hause. Die meisten werden zu sehen sein auf den während der Auto-Safari zugänglichen 25 Hektar. Die Strecke, die abgefahren werden kann, ist 4,5 Kilometer lang durchs Raubtiergehege mit den Löwen und Tigern und die Safari mit den Steppentieren.

Am Ende sind auch die Bisons und die Esel des Tierpflegers Marcel Krämer zu sehen. „Es sind nicht immer alle Tiere draußen. Deshalb lohnt es sich, auch ein zweites oder drittes Mal wiederzukommen.“ Neu in der Safari sind die vier Guanakos. Die Neuweltkamele sind ursprünglich in Südamerika zu Hause. Der Hengst kommt aus einem Zoo in Mecklenburg-Vorpommern, die Stuten aus dem Serengeti-Park Hodenhagen, so dass eine Zucht aufgebaut werden kann. Die Safariland-Lamas leben jetzt im Zoo in Mecklenburg-Vorpommern.

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