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Bürgermeister will gemeinnützigen Verein anstoßen

»Nachbar in Not« soll Hilfe bekommen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Es gibt immer mal wieder Menschen, die Geld übrig haben und mich fragen, wen sie damit unterstützen könnten.« Das hat Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (CDU, 53) bewogen, mit Ralf Heibrok zu sprechen. Der ist Vorsitzender der Glückstour, der Charity-Aktion der Schornsteinfeger und hat 14 Jahre Erfahrung. »Die Glückstour ist zweckgebunden für krebskranke und schwerkranke Kinder. Die Stadtverwaltung kann keine Spendenquittungen ausstellen. Deshalb haben wir überlegt, die Gründung eines gemeinnützigen Vereins anzustoßen. Unser Arbeitstitel: ›Nachbar in Not‹.«

Monika Schönfeld

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (rechts) und Ralf Heibrok wollen einen gemeinnützigen Verein initiieren. Foto: Schönfeld

Der Bürgermeister berichtet, dass es einerseits in der Stadt Menschen gebe, die Menschen unterstützen wollen, denen es nicht so gut geht. Und in der Stadt gebe es einige Fälle, in denen Menschen von besonderen Schicksalsschlägen getroffen sind. Wenn man aber Spendengelder verwalte und verteile, müsse das transparent und nachvollziehbar sein. Mit einer Bürgerstiftung habe diese Idee nichts zu tun, sagt Erichlandwehr. »Eine Stiftung braucht Kapital und schüttet Erträge aus. So hoch wollen wir das nicht hängen.«

Hubert Erichlandwehr

Vorstellbar sei für ihn, Menschen zu finden, die in einem gemeinnützigen Verein Hand anlegen. Private Spenden und Beträge eventuell aus Bußgeldern könnten für »Nachbarn in Not« für unbürokratische und schnelle Hilfe sorgen.

Der Zweck des Vereins muss klar definiert sein

Der Verein müsse sich vorher eine klare Linie geben. »Der Zweck muss konkret definiert werden. Nutznießer sollten nur Menschen aus Schloß Holte-Stukenbrock sein, die ohne eigenes Verschulden in Not geraten sind.« Er selbst wolle nur die Idee anschieben, nicht aber im Verein mitarbeiten, um Interessenkonflikte mit dem Bürgermeisteramt auszuschließen.

»Die Idee tragen wir schon länger mit uns herum. Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, sie zu konkretisieren. Ralf Heibrok fragt immer mal nach. Wir bleiben dran.«

Ehrenamtliche gesucht

Solch ein Verein lebe von Menschen, die Hand anlegen und Verantwortung übernehmen wollen. »Zwei bis drei Leute könnten wir brauchen, die uns unterstützen, weil Ralf Heibrok und ich ja schon sehr eingespannt sind«, sagt Erich­landwehr.

Wer mitmachen und den Verein »Nachbar in Not« mit aufs Gleis setzen möchte, kann sich per E-Mail bei der Stadtverwaltung melden mit dem Vermerk »zu Händen des Bürgermeisters«. Die Kontaktadresse lautet info@stadt-shs.de.

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