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Hundertschaften sollen im Notfall helfen

Polizeischulen dicht

Düsseldorf (WB/ca). Nordrhein-Westfalen hat die Ausbildung für die mehr als 2000 Polizeischüler in den Einrichtungen Schloss Holte-Stukenbrock, Selm und Brühl eingestellt. Betroffen sind die angehenden Polizisten, die 2018 eingestellt wurden.

Ein Gebäude der Polizeischule in Stukenbrock. Foto: LAFP

Auch diese Maßnahme erfolge , um das Zusammentreffen großer Menschenmengen zu verhindern und die Infektionswelle abzuflachen, sagt Victor Ocansey, Sprecher des Landesamts für Aus- und Fortbildung der Polizei (LAFP).

Die Polizeischüler werden jetzt an ihre Einstellungsbehörde zurückkehren. Davon gibt es landesweit zehn, in Ostwestfalen-Lippe ist es das Polizeipräsidium Bielefeld. Dort wird nun entschieden, welcher Polizeischüler zur weiteren Ausbildung in welche Kreispolizeibehörde geschickt wird. Mit welchen Aufgaben die Polizeischüler dort betraut werden, soll im Einzelfall entschieden werden.

Bereitschaftspolizisten stünden zur Verfügung

Außerdem bereitet sich das Land auf den Fall vor, dass in einer Kreispolizeibehörde so viele Beamte ausfallen, dass die Behörde nicht mehr einsatzfähig ist. „Wir könnten dann zum Beispiel Polizisten der Einsatzhundertschaften zur Verfügung stellen”, sagt Jan Schabacker, Sprecher des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD). Dadurch, dass es im Moment keine Fußballspiele und andere Großveranstaltungen gebe, seien die Bereitschaftspolizisten nicht in solchen Einsätzen gebunden und stünden zur Verfügung.

Das LZPD hat außerdem die Polizeibehörden mit Atemschutzmasken und Handschuhen ausgestattet. Über die Verwendung entscheidet jeder Beamter selbst. Schabacker: „Diese Schutzausrüstung stammt weitgehend aus unserem Bestand, den wir für den Fall einer Pandemie angelegt hatten.”

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