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Jubiläumskonzert: St.-Johannes-Blasorchester Stukenbrock besteht seit 25 Jahren

Polka und Marsch in den Genen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Zeit geht wie im musikalischen Rausch vorbei. Das sagen Fabian Grauthoff und Verena Paul­eikhoff, die das Jubiläumskonzert des St.-Johannes-Blasorchesters Stukenbrock am Sonntag, 3. November, ab 17 Uhr in der Aula am Gymnasium moderieren werden.

Monika Schönfeld

Seit 25 Jahren teilen die Musiker des St.-Johannes-Blasorchesters Stukenbrock ihre Freude an der Musik mit dem Publikum . Die Idee zur Gründung hatten Heinrich Sander, Franz Bonensteffen und Gerd Junker im Jahr 1993. Foto: Besim Mazhiqi

Vor 25 Jahren ist das St.-Johannes-Blasorchester Stukenbrock gegründet worden. Noch dabei sind Manfred Dirks und Katrin Krusenotto, die jetzt Vorsitzende des Orchesters ist. Manfred Dirks (80) berichtet aus den Anfängen. »Heinrich Sander, Franz Bonen­steffen und Gerd Junker hatten sich 1993 am Schützenfestmontag in Stukenbrock überlegt, ein Jugendblasorchester zu gründen.« Heinrich Sander habe ihn dann aufgesucht, weil er vorher schon die Schützenkapelle dirigiert habe und gut mit jungen Leuten umgehen konnte. »Er stand vor meiner Tür und fragte, ob ich ein Orchester aufbauen könnte. ich war erst geschockt. Das habe ich schließlich nicht gelernt. Eine Nacht habe ich darüber geschlafen und ihm dann gesagt, ich will es mal versuchen.«

Die Gemeinschaft geschätzt

Jeder habe Familien mit Kindern angesprochen. Ein Junge sagte zu, seine Schwester wollte auch mitmachen. So ging es im Schneeballsystem weiter. »Und dann ging das los mit Einzelunterricht. Ich habe Trompete unterrichtet, für Klarinette und Flöte wurden Lehrer angeheuert.« Einer dieser Lehrer war Zbigniew Watorowski, von allen »Jack«, genannt, der nach fünf Jahren den Dirigentenstab von Manfred Dirks übernahm. Dass es klappt, Nachwuchs für ein Blasorchester zu begeistern, hätten viele anfangs nicht geglaubt. Aber die jungen Leute haben schon damals die Gemeinschaft geschätzt. »Das ist heute noch so. Durch das gemeinsame Hobby sind wir alle freundschaftlich verbunden«, sagt Fabian Grauthoff.

Die Mädchen und Jungen traten anfangs mit weißem Hemd und weißer Bluse auf. Die Mädchen trugen ein rotes Halstuch, die Jungs eine Kordel wie einen Schlips. Bald wurden die Musiker mit einer Uniform ausgestattet.

»Unser erster Auftritt war 1997 beim Musikerfest in Greffen. Zwei Jahre später haben wir am Rande des Bundesschützenfestes in Schloß Neuhaus gespielt«, erinnert sich Manfred Dirks. Auch als die Künstler Siegfried und Roy im Safaripark Stukenbrock waren, spielte das damalige Jugendblasorchester zur Unterhaltung.

Vorverkauf läuft

Zum 25-jährigen Bestehen wird das St.-Johannes-Blasorchester Stukenbrock eine Brücke schlagen von der klassischen Blasmusik mit Polka und Märschen zu Rock und Pop. »Polka und Märsche, das sind unsere Gene, unsere Identität. Aber wir beweisen, dass auch eine E-Gitarre ins Blasorchester passt«, sagt Fabian Grauthoff. Florian Erichs­meier, der im Orchester Bariton-Horn spielt, wird zur E-Gitarre greifen und mit uns ein Rock-Medley spielen. »Wir wollten etwas ausprobieren und spielen Songs der Beetles oder Africa von Toto. Aber wir bleiben unseren Prinzipien treu.« An der Klarinette wird Sandra Strughold ein Solo spielen, Flöten und Trompeten werden ebenfalls Einzelauftritte haben. »Es sind alles melodische und gut hörbare Stücke. Und wer uns kennt, weiß, dass wir immer für einen Spaß zu haben sind. Mehr verrate ich aber noch nicht.«

Karten für das Konzert (Einlass ab 16.30 Uhr) sind im Vorverkauf in der Fleischerei Sander in Stukenbrock und bei Copy & More in Schloß Holte, bei allen Orchestermitgliedern und an der Abendklasse erhältlich.

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