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Grünen-Vorschlag einer stadteigenen Baugesellschaft abgelehnt

Preiswert wohnen: Konzept gesucht

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Eine städtische Wohnungsbau-GmbH wird es mit der CDU nicht geben.« Lars Pankoke, Fraktionschef der CDU, die die absolute Mehrheit im Rat hat, lehnte im Stadtentwicklungsausschuss die von Bündnis 90/Die Grünen geforderten Maßnahmen zur Förderungs des öffentlich geförderten Wohnungsbau ab. SPD, CSB und FDP konnten sich dem Grünen-Antrag aber durchaus anschließen. Das reichte nicht. Einstimmig bei sechs Enthaltungen ist der Verwaltungsvorschlag angenommen worden, mögliche Inhalte für ein Wohnbaulandkonzept vorzustellen.

Monika Schönfeld

Am Kreisverkehr gegenüber der Feuerwache in Stukenbrock baut ein privater Investor 20 Sozialwohnungen. Foto: Monika Schönfeld

Flexibel arbeiten

Sozialer Wohnungsbau ist auch Thema in der Stadt, allerdings will Schloß Holte-Stukenbrock flexibel reagieren, wie Werner Thorwesten, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft und Stadtentwicklung im Ausschuss betonte. Bei einem Planertreffen habe sich gezeigt, dass die Erfahrungen von Kommune zu Kommune unterschiedlich sind. In Lemgo zum Beispiel ist ein Handlungskonzept Wohnen/Baulandbeschluss gefasst worden. In Gütersloh sei die 2016 beschlossene »Offensive bezahlbarer Wohnraum« wieder in der Diskussion. Aktuell werde in Bielefeld über eine Baulandstrategie nachgedacht.

»Es scheint sinnvoll, die einzelnen Bausteine eines solchen Konzepts individuell auf die jeweilige Kommune abzustimmen«, sagt Thorwesten. In Schloß Holte-Stukenbrock sei schon einiges ausprobiert worden. Zum Beispiel sei Bauland nur ausgewiesen worden, wenn 50 Prozent an die Stadt verkauft worden sei – zu maximal 30 Prozent des Bodenrichtwerts. »Da tat sich jahrelang nichts«, sagt Thorwesten. »Wir machen eine Auflistung, was man machen kann.«

Beteiligt an KHW

Bruno Reinke (Bündnis 90/Die Grünen) hatte ein Wohnbaukonzept gefordert, das bis zum Jahr 2020 für 100 Menschen und bis 2022 für mindestens 150 Menschen sozial gebundenen Mietwohnraum schafft. Gegebenenfalls solle die Stadt eine eigene Wohnbau-Gesellschaft gründen.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass die Stadt bereits an der Kommunale Haus und Wohnen GmbH (KHW) beteiligt sei, die derzeit 35 öffentlich geförderte Wohnungen in der Stadt vorbereitet.

Reinke reicht das nicht aus. »Mit privaten Investoren können wir keine dauerhaften Sozialwohnungen schaffen. eine Strategie, mehr günstige Wohnungen zu schaffen, ist dringend geboten. Wenn wir es nicht schaffen, als Bauherr aufzutreten, schaffen wir die Problematik nicht.« In Liemke am Bachweg, wo die Stadt Grundstücke für zwei Mehrfamilienhäuser besitzt, hätte die Stadt die Möglichkeit, selbst als Bauherr aufzutreten.

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