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Synaxon AG unterstützt die Edith-Stein-Kita bei der Medienerziehung

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Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Braucht es Tablets in der Kita? Diese Frage drängt sich angesichts der Spendenübergabe, bei der die Synaxon AG vier Tablets an die Kindertageseinrichtung Edith Stein verschenkt hat, als erstes auf. Leiterin Anette Moriba gibt Antwort: „Es ist wichtig, dass Kinder möglichst früh an eine bewusste Mediennutzung herangeführt werden.“

Frank Roebers, Vorstand der Synaxon AG, hat in der Kindertagesstätte Edith Stein vier Tablets an die Kita-Leiterin Anette Moriba, Tina Justus und Sarah Westerwalbesloh, den Leiterinnen des Projekts Medienerziehung übergeben (von links). Foto: Monika Schönfeld

Als die Bitte um die Tablet-Spende das Unternehmen erreichte, war die Verwunderung erst einmal groß, dass Tablets heutzutage schon in Kitas eingesetzt werden. Der Wunsch sollte dennoch in Erfüllung gehen: Bestellt wurden zwei besonders robuste Kinder-Tablets für die jüngeren und zwei „normale“ Tablets für die älteren Kita-Kinder im Wert von insgesamt knapp 800 Euro.

Anette Moriba hat das Thema Medienerziehung seit vielen Jahren auf dem Schirm und sich deshalb zur Medienpädagogin weiterbilden lassen. Als sie die Leitung der Edith-Stein-Kita übernahm, dauerte es etwas, bis sie die Mitarbeiterinnen von der Wichtigkeit einer frühen Medienbildung überzeugen konnte. Mittlerweile sind aber alle an Bord.

Sarah Westerwalbesloh (Pädagogische Fachkraft für Zwei- bis Vierjährige) und Tina Justus (Gruppenleitung U3) haben das Ruder übernommen. In der Fortbildung „Medienerziehung in der Kindertagesstätte“ haben sie sich Hintergrundwissen angeeignet, ab März soll die Theorie in die Praxis umgesetzt werden. Es geht dabei nicht darum, die Kinder durch Apps und Videos berieseln zu lassen. Vielmehr sollen die Tablets der aktiven Wissensaneignung dienen. „Wir haben eine Kita besucht, in der Tablets schon im Einsatz sind, und dabei tolle Lern-Apps kennengelernt“, berichtet Sarah Westerwalbesloh. Ein Beispiel ist die App Schlaumäuse von Microsoft. Sie soll bei der frühkindlichen Sprachförderung unterstützen. Die die Kinder lernen dabei die deutsche Sprache in Schrift und Bild kennen und werden an den sinnvollen Umgang mit digitalen Medien herangeführt. Mit einer anderen App ist es möglich, dass sich die Kinder Trickfilme ausdenken und selbst erstellen.

Bis die Kinder soweit sind, wird es aber noch etwas dauern. Schritt für Schritt sollen sie an die Mediennutzung herangeführt werden – bis sie die Tablets eigenständig im Alltag nutzen können. Wenn ein Kind, wie von Tina Justus bereits erlebt, mit offenen Fragen zur ISS, der Internationalen Raumstation, in die Kita kommt, soll es künftig selbst zum Tablet greifen und nach einer Antwort googlen.

Passiver Konsum versus kreative Nutzung: es ist sinnvoll, wenn Kinder frühzeitig den Unterschied kennenlernen. Die Gefahr, dass Kinder von Tablet, Handy und Fernseher süchtig werden, ist da. Aber: Den Umgang damit vollkommen zu verbieten, ist mit Blick auf die Digitalisierung nicht der richtige Weg.

Die Eltern werden bei einem Elternabend auf das Projekt eingestimmt. In erster Linie sollen sie darüber informiert werden, wie die Medienerziehung ablaufen soll. Gleichzeitig geht es aber auch darum, sie in Sachen Bildschirmzeit zu sensibilisieren. Anette Moriba: „Besonders die Kinder, die den ganzen Tag bei uns sind, brauchen danach Ruhe – und die bekommen sie nicht, wenn sie vor dem Fernseher sitzen.”

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