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Hallenbad-Modernisierung kostet 3,2 Millionen Euro – Ende 2020 fertig

Schluss mit Treppe rauf und runter

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Noch findet das Gros der Arbeit im Verborgenen statt – Ausschreibungen laufen, Verträge werden geschlossen, der Kanal verlegt. Bald gehen aber die Bauarbeiten am Hallenbad richtig los: bis zu den Sommerferien bei laufendem Betrieb, dann bis Ende des Jahres unter Ausschluss der Badegäste. „Es ist einfacher, die Umkleiden zu entkernen und die Technik zu erneuern, wenn das Bad ohne Besucher ist“, sagt Architekt Oliver Stüwe.

Monika Schönfeld

Gebäudemanagerin Carola Kling, Stadtwerke-Geschäftsführer Marco Fuhrmann, Schwimmmeister Ulrich Kätker und Architekt Oliver Stüwe (von links) zeigen die Pläne, nach denen das Hallenbad in zwei Bauabschnitten ab sofort bis Ende des Jahres modernisiert wird. Foto: Monika Schönfeld

Zehn Jahre sind seit dem ersten Arbeitskreis vergangen, der sich mit einer Modernisierung des Hallenbades befasst hat. Der „Besitzer“ hat gewechselt. Nicht mehr der Stadt, sondern den Stadtwerken gehört das Bad, die Zuständigkeit und die Finanzierungsmodalitäten sind auf die Stadtwerke übergegangen. Förderanträge für die 3,2 Millionen Euro teure Umbaumaßnahme mussten erst beschieden werden. „Zuletzt haben wir deutlich gemerkt, dass der Zustand der Umkleiden marode, die Schränke nur zur Hälfte nutzbar sind. Es war mühsam, bei den Besuchern das Verständnis zu erhalten“, sagen der Chef des Hallenbades, Schwimmmeister Ulrich Kätker, und Stadtwerke-Geschäftsführer Marco Fuhrmann.

Zugang im ersten Bauabschnitt

Dennoch ist das 1975 gebaute Hallenbad gut in Schuss. „Es ist kontinuierlich investiert worden“, sagt Kätker – in die neue Fensterfassade, in die Energietechnik, Blockheizkraftwerk, Kinderbecken, die Sauna wurde modernisiert, das Heizkonzept umgestellt. Seit einem halben Jahr wird kein Chlorgas mehr verwendet, sondern Calciumhypochlorit, das wesentlich weniger gefährlich ist.

Im ersten Bauabschnitt wird der Zugang verlegt. Schluss mit Treppe rauf, Treppe runter – die Außentreppe wird in den Sommerferien abgerissen. Dann können die Besucher durch den neuen Eingang barrierefrei ins Bad gelangen, dort wo heute schon Schulklassen einströmen. „Menschen nehmen Wege, die praktisch sind“, sagt Stüwe. Damals sei es nach der ersten Energiekrise wichtig gewesen, möglichst wenig umbauten Raum zu haben, heute dämmt man ganz anders und hat weniger Heizkosten. Der Eingang erhält einen Windfang, WC-Anlagen, Aufzug und Treppe zur Galerie. Ein Kassenautomat und eine Schranke zum Schwimmbetrieb werden installiert.

Im zweiten Bauabschnitt wird der Bereich der Umkleiden, Toiletten und Duschen komplett entkernt. Bewährt haben sich Sammelumkleiden für Mädchen und Jungen, Herren und Damen. Neu ist eine Behinderten-Umkleide mit separatem WC und Dusche. Eine Fönzone bildet einen Rückzugsort. Zurzeit fönen Besucher ihre Haare im Flur, das sorgt oft für Gedränge. Abgerissen wird eine verborgene Treppe, die seit 30 Jahren nicht genutzt wird.

Obergeschoss liegt brach

Das Obergeschoss wird zurzeit praktisch nicht genutzt (Ausnahme Sauna). Gastronomie, Eingangsbereich und Shop liegen seit Jahren brach. Diese Etage wird künftig genutzt für Personalräume mit WC als Rückzugsfläche und als Ruheraum für die Saunagäste – inklusive der alten Gastronomieräume und Sonnenterrasse. Bei Veranstaltungen im Bad haben die Zuschauer einen guten Blick auf das Schwimmbecken.

Das obere Ende der Wendeltreppe mündet in einen multifunktionellen Raum, in dem sich kleine Gruppen treffen oder Kindergeburtstage gefeiert werden können. Hier kann Mitgebrachtes oder Geliefertes verspeist werden – mit und ohne Animation.

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