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Stadtverwaltung will Busfahrplan entzerren – 25.000 FFP2-Masken für Lehrer und OGS-Kräfte bestellt

Schulstart zur zweiten Stunde geplant

Schloß Holte-Stuk...

Im Zuge der Verschärfungen der geltenden Corona-Maßnahmen hat es auch eine Debatte um den öffentlichen Nahverkehr gegeben.

Dirk Heidemann

Solche Szenen soll es an der Schulbushaltestelle nicht mehr geben. Das Gymnasium könnte künftig erst zur zweiten Stunde mit dem Unterricht starten. Foto: Monika Schönfeld

Die Idee der Bundesregierung, den Bus- und Bahnverkehr komplett auszusetzen, wurde indes nicht weiter verfolgt. Um die Situation auf lokaler Ebene zu entzerren, schlägt die Stadtverwaltung vor, dass das Gymnasium den Präsenzunterricht erst mit der zweiten Stunde beginnt – wenn dieser wieder möglich ist. Das wurde am Dienstagabend während der Schulkonferenz des Gymnasium diskutiert.

Dadurch würde in den Schulbussen ein deutlich größeres Platzangebot entstehen, denn die Gesamtschule würde weiterhin zur ersten Stunde mit dem Unterricht starten. „Mehr Busse einsetzen können wir nicht. Daher wäre dies die beste Lösung“, sagt Tanja Mader. Die Leiterin des Fachbereichs Bildung, Sport und Kultur kämpft derzeit an diversen (Schul-)Fronten. So erfordert die Beantragung der Digitalpakt-Förderung umfangreiche Vorarbeiten.

Es müsse zum einen die technische und infrastrukturelle Situation an den Schulen erhoben werden und zum anderen im Rahmen eines technisch-pädagogischen Konzeptes in Absprache mit den Schulen festgelegt werden, welche Ausstattung beschafft beziehungsweise welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Letztlich sei eine Bewilligung der Förderung nur möglich, wenn die von den Schulen anzufertigende pädagogische Begründung den Bedarf nachvollziehbar darstellen könne.

Nach der Einarbeitung der neuen Mitarbeitenden des Schul-IT-Teams seien diese Vorbereitungen weitgehend abgeschlossen, sodass die Abstimmung der Antragsunterlagen mit der Bezirksregierung und die anschließende Antragsstellung angestrebt werde. Sobald die Bewilligung der Fördermittel erfolgt sei, werde mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen, wobei eine Priorisierung notwendig sei.

Es sei denkbar, dass durch Ausschreibungs- und Planungszeiten in der ersten Jahreshälfte wenig von der Umsetzung der Digitalpakt-Förderung an den Schulen bemerkt werden könne. Die Stadtverwaltung werde jedoch versuchen, schnellstmöglich den Einsatz digitaler Medien im Unterricht zu ermöglichen. Gleichzeitig würden die Schulen diese Zeit nutzen, um digitale Unterrichtskonzepte zu erarbeiten.

Ein weiteres Thema ist die Beschaffung von FFP2-Masken für Lehrer und OGS-Mitarbeiter. Das Schulministerium NRW hatte auf seiner Sitzung am 21. Dezember 2020 festgelegt, dass die Landesregierung die notwendigen Mittel bereitstellt, um alle Lehrkräfte und das sonstige Landespersonal an Schulen für die Zeit bis zu den Osterferien mit FFP2-Masken auszustatten. „Leider ist uns erst am Montag von der Bezirksregierung das Budget mitgeteilt worden, das für die Masken zur Verfügung steht“, sagt Tanja Mader, die 25.000 Masken (beginnend mit dem 1. Februar zwei pro Lehrer pro Schultag) bestellt hat, zuvor aber auch nicht untätig war. Aus dem städtischen Bestand gingen für die Notbetreuung 50 FFP2-Masken an weiterführende Schulen, die Grundschulen und die OGS bekamen jeweils 25 pro Standort.

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