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Für Rollstuhlfahrerin Erika Stuhr sind zwei Zentimeter ein Hindernis

Selbst abgesenkt zu hoch

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Erika Stuhr (76) braucht nach einem Schlaganfall bei vielen Dingen Hilfe – mit dem Rollstuhl kann sie sich aber noch gut alleine bewegen. Wenn nicht diese Bordsteinkanten wären: Sie sind zwar abgesenkt, mit zwei bis vier Zentimetern Höhe aber für die kleinen Räder vorn an einem Rollstuhl immer noch ein unüberwindbares Hindernis.

Monika Schönfeld

Hindernis Bordstein: Ursula Pankoke, Beauftragte für Menschen mit Beeinträchtigungen, Ulla Lehmann, stellvertretende FDP-Vorsitzende und Sprecherin des Vereins Anders, und Erika Stuhr (76) am Zebrastreifen vor dem Altenzentrum Wiepeldoorn. Foto: Monika Schönfeld

Jahrelang haben Ursula Pankoke, Beauftragte der Menschen mit Beeinträchtigungen, und Ulla Lehmann vom Verein Anders und stellvertretende FDP-Stadtverbandsvorsitzende, für einen Zebrastreifen vor dem Altenzentrum Wiepeldoorn gekämpft.

Der Praxistest zeigt Hindernis auf

Der Zebrastreifen allein reicht aber nicht. Das macht sich in der Praxis bemerkbar. Erika Stuhr verdeutlicht das am praktischen Beispiel. Sie ist nach einem Schlaganfall linksseitig gelähmt aber recht beweglich im Rollstuhl und lebt im Altenzentrum Wiepeldoorn. »Wenn ich die Bordsteinkante am Zebrastreifen vor dem Altenzentrum überwinden will, muss ich mich mit dem rechten Fuß rückwärts hochschieben«, berichtet sie.

Denn vorn am Rollstuhl sind die kleinen Räder, die von einer zwei Zentimeter hohen Kante gestoppt werden. Also dreht sich Erika Stuhr im Rollstuhl um, schiebt erst die großen Räder, dann die kleinen auf den Bürgersteig. Das dauert etwas, in dieser Zeit steht sie halb auf der Straße. »Letztens hat mich ein Auto am Fuß gestreift«, sagt sie.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag, 29. September, im WESTFALEN-BLATT, Lokalausgabe Schloß Holte-Stukenbrock.

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