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Stukenbrock-Senne: Schilder weisen 16 neue Rettungspunkte aus

Sicher in der Natur unterwegs

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Naturparadiese Furlbach und Moosheide sind jetzt noch sicherer geworden: 16 neue Rettungspunkte weisen Einsatzkräften im Notfall gezielt den Weg.

Carsten Borgmeier

Ortsheimatpfleger Ludwig Teichmann (63) zeigt unweit des Mittweges am Furlbach auf den Referenzcode »GT 9211«, der im Notfall den Rettungskräften am Telefon mitgeteilt werden muss. Sie können die Stelle somit sofort lokalisieren. Foto: Carsten Borgmeier

Pascal Lideck (33) von der Stadtverwaltung, Ortsheimatpfleger Ludwig Teichmann (63), Klaus Seichter (82) als Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins sowie Stadtführer Otmar Lüke (65) haben gestern Nachmittag ihr gemeinsames Projekt am Furlbach vorgestellt. Dort, im Kreuzungsbereich des Wanderweges A3 mit dem Mittweg befindet sich ein solches Schild, das vielleicht einmal Leben retten kann.

Denn wer in jenem Gelände unterwegs ist und beispielsweise nach einem schweren Sturz, Herzinfarkt oder Schlaganfall plötzlich Hilfe benötigt, der brauche beim telefonischen Kontakt mit der Notruf-Zentrale nur den auf dem Schild genannten Code »GT 9211« zu nennen, erläutert Ludwig Teichmann. Anhand dieses Codes könne die Kreisleitstelle Rettungskräfte gezielt zu der Stelle schicken, ergänzt Pascal Lideck.

Insgesamt wurden in den vergangenen Monaten im Bereich beliebter Wanderstrecken am Furlbach sowie in der Moosheide 16 solcher Schilder aufgestellt. Die Standorte sind nach Angaben von Stadtführer Otmar Lüke gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeitet worden, die Gesamtkosten in Höhe von rund 550 Euro trägt nach Lidecks Angaben die Stadt.

Klaus Seichter, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, ist mit dem Ergebnis ebenfalls zufrieden. Er weist darauf hin, dass es bereits im Holter Wald zwölf solcher Rettungspunkte gibt. In Zukunft sollen weitere Rettungspunkte ausgewiesen werden, und zwar am Bokelfenn sowie an den Kipshagener Teichen. »Die Planungen laufen«, sagt Ludwig Teichmann.

Das Quartett hofft , dass das erfolgreiche Konzept der Rettungspunkte an Wanderwegen auch über die Stadtgrenzen hinaus im Nordosten Anklang findet: So stehe man mit der Gemeinde Augustdorf in Kontakt, südöstlich auf Hövelhofer Gebiet gebe es die entsprechenden Schilder schon länger. Auch Verl sei dabei.

Lideck nennt vor dem Hintergrund der jüngsten Hitzeperiode noch einen weiteren Vorteil der neuen Schilder: »Natürlich können darüber auch Waldbrände gemeldet werden«, sagt der 33-Jährige aus dem Sachgebiet Straßenverkehr der Stadtverwaltung.

Die Historie der Rettungspunkte reicht laut Wikipedia bis in die 1990er Jahre zurück. Ursprünglich waren sie in Bayern erstmals ausgewiesen worden, um verunfallten Waldarbeitern schneller zu helfen.

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