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90-prozentige Förderung durch das Land Voraussetzung für 460.000-Euro-Bauvorhaben

Skate-Anlage soll kommen

Schloß Holte-Stuk...

Die neue Skate-Anlage im Freizeitareal Grüne Mitte, inklusive Abriss des bestehenden und Bau eines neuen Basketballfeldes, soll nun doch kommen.

Dirk Heidemann

Auf dem derzeitigen Areal des Basketballfeldes soll die neue Skate-Anlage entstehen. Das hat der Foto: Monika Schönfeld

Das hat der Marketing-, Kultur- und Sportausschuss während seiner Sitzung am Montagabend einstimmig beschlossen. Voraussetzung ist, dass die Stadt in den Genuss einer 90-prozentigen Förderung durch das Land NRW kommt.

Der gleiche Beschlussvorschlag war im Wirtschafts-, Stadt- und Quartiersentwicklungsausschuss noch vertagt worden. Die Gesamtkosten in Höhe von 460.000 Euro (378.000 Euro Baukosten zuzüglich Honorare und Gutachten – ursprünglich waren 356.000 Euro veranschlagt worden), war den Ausschussmitgliedern vor einer Woche zu viel. Den Abriss des Basketballfeldes, auf dem die Skate-Anlage errichtet werden soll, bezeichnete Lars Pankoke (CDU) damals als rausgeschmissenes Geld.

Am Montagabend versuchte sein Fraktionskollege Wolfgang Gerbig erneut, eine Standortdiskussion zu entfachen. Das gelang nicht. Matthias Wolf aus dem mit der Planung der Skate-Anlage beauftragten Büros Wolf in Rietberg klärte darüber auf, dass die Ersparnis bei einem Verzicht auf den Abriss/Neubau des Basketballfeldes 70.000 Euro betragen würde. „Die Stadt würde im Falle der Förderung dafür also 7000 Euro bezahlen, ist das richtig?“, fragte Bürgermeister Hubert Erichlandwehr nach. Matthias Wolf bejahte – und die Diskussion über die Standortfrage war beendet. Somit soll die Skate-Anlage im Bereich des jetzigen Basketballfeldes entstehen, das wiederum um einige Meter in den Randbereich der Veranstaltungsfläche des Holter Meetings verlegt werden soll.

Dass die Stadt eine neue Skate-Anlage benötigt, daran besteht kein Zweifel. „Die jetzige ist 25 Jahre alt und verschlissen. Das Unfallrisiko ist recht hoch, die Anlage kann so nicht weiter betrieben werden. Sie entspricht nicht den modernen Anforderungen“, sagte Beigeordneter Olaf Junker.

Auf die Frage von Simon Oekenpöhler (sachkundiger Bürger FDP) ob an der jetzigen Skate-Anlage überhaupt noch etwas los sei, antwortete Junker: „Wir haben das Feedback, dass die Anlage gemieden wird, weil sie zu verletzungsanfällig ist. Die Jugendliche weichen derzeit nach Sennestadt, Verl oder sogar Rheda-Wiedenbrück aus.“ Philipp Ashton (Grüne) wollte von Matthias Wolf wissen, ob die bestehende Beleuchtung des jetzigen Basketballfeldes für das neue übernommen werden könnte. Das sei möglich. meinte Wolf. Bjarne Gottschick (sachkundiger Bürger SPD) brachte noch freies WLAN ins Spiel. Das soll nun mit in die Planungen aufgenommen werden.

„Ich denke, dass wir gute Chancen haben, den Zuschlag für die 90-prozentige Förderung aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten zu bekommen“, sagte Olaf Junker. Der entsprechende Antrag muss bis zum 15. Januar 2021 eingereicht werden. Alternativ soll der Topf aus dem Integrierten Städtebauentwicklungskonzept angezapft werden, der sieht allerdings nur eine 50-prozentige Förderung vor. Gibt es hierfür den Zuschlag, muss über die Realisierung des Vorhabens erneut beraten werden, da die zusätzlichen Eigenmittel im Haushalt 2021 nicht zur Verfügung stehen.

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