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Zusammenarbeit mit Partnern aus Soest »konstruktiv und fair«

Stadtwerke Schloß Holte-Stukenbrock vor dem Start

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). »Alle brennen darauf, das Unternehmen an den Start zu bringen.« Das haben Bürgermeister Hubert Erich­andwehr und der designierte Geschäftsführer der Stadtwerke, Marco Fuhrmann, im Haupt- und Finanzausschuss gesagt.

Monika Schönfeld

Marco Fuhrmann stellvertretender Fachbereichsleiter Finanzen der Stadtverwaltung und künftiger Geschäftsführer der neuen Stadtwerke SHS GmbH Foto: Bernd Steinbacher

Der Ausschuss gab einstimmig bei einer Enthaltung grünes Licht für die Gründung von Stadtwerken. Dass sich das auch finanziell für die Stadt lohnt, hat Fuhrmann anhand eines Zahlenvergleichs vorgestellt: Mit den Stadtwerken steht die Stadt im Jahr 2024 mit knapp 100.000 Euro im Plus. Bleibt alles, wie es ist, mit knapp 770.000 Euro im Minus. Das liegt vor allem an der steuerlichen Behandlung des Hallenbades, das immer einen Zuschuss brauchen wird und damit steuerrechtlich ein »Verlustbringer« ist.

Vertragsverhandlungen fair und konstruktiv

»Wir sind ein großes Stück voran gekommen«, sagt Erichlandwehr. Er und Fuhrmann sprechen von einem guten, fairen und konstruktiven Miteinander bei den Vertragsverhandlungen mit den Stadtwerken Soest. Vorbehaltlich des Ratsbeschlusses, der am 11. Juli getroffen wird, wird die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock zunächst als alleinige Gesellschafterin rückwirkend zum 1. Januar 2017 Stadtwerke gründen. Im zweiten Schritt beteiligen sich die Stadtwerke Soest mit 45 Prozent an der Gesellschaft. Die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock überführt die bisherigen Regiebetriebe Wasserversorgung, Hallenbad und WWE-Beteiligungen aus dem städtischen Vermögen in die Stadtwerke. Vereinbart ist, dass Gewinne und Verluste aus der WWE-Beteiligung und aus dem Hallenbad bei Schloß Holte-Stukenbrock verbleiben. Für die fünfzehn Beschäftigten im Hallenbad und die drei Mitarbeiter des Wasserwerks wird ein Personalüberleitungsvertrag geschlossen.

Konsortialvertrag bis Ende Juli

Die vorgesehene gemeinsame Wassergewinnungsgesellschaft mit den Stadtwerken Bielefeld soll als Tochterunternehmen in die Stadtwerke integriert werden. Die Stadtwerke Bielefeld halten an dieser Gesellschaft 25,1 Prozent der Anteile, die künftigen Stadtwerke Schloß Holte-Stukenbrock 74,9 Prozent. Geschäftsfelder der künftigen Stadtwerke sind neben der Wassergewinnung die Wasserversorgung, der Vertrieb von Strom und Gas und Energiedienstleistungen. Bis Ende Juli soll der Konsortialvertrag mit den Stadtwerken Soest unterschriftsreif, bis 31. August die GmbH ins Handelsregister eingetragen sein.

Schloß Holte-Stukenbrock bringt als Kapital das Wassernetz im Wert von 4,4 Millionen Euro ein. Die Stadtwerke Soest werden erst zum 1. Januar 2018 beitreten. Es wird zwei Geschäftsführer geben, Marco Fuhrmann aus Schloß Holte-Stukenbrock, einen technischen Geschäftsführer benennt Soest. Weitere Gremien sind der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung.

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