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Afrikanischer Märchenabend: Erlös für Obst- und Gemüseanbau in Labgar

Stark wie der Löwe, dumm wie der Esel

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde hatte der Förderverein »Wasser für Labgar« am Freitag zu einem Afrikanischen Märchenabend eingeladen. Auf dem Programm standen Geschichten aus aller Welt, die von Märchenerzählerin Marianne Vier eindrucksvoll vorgetragen wurden.

Uschi Mickley

Freuen sich über die große Besucherresonanz: Dorothea Martl (Vereinsvorsitzende), Mor Sène (stellvertretender Vorsitzender) Pfarrer Dr. Carsten Glatt und Märchenerzählerin Marianne Vier. Foto: Uschi Mickley

Etwa 100 Gäste ließen sich in der Versöhnungskirche »unter die Sonne Afrikas« entführen. Dorothea Martl, Vorsitzende der Hilfsorganisation, freute sich über die Resonanz. Sie berichtete über Projekte, die mit Hilfe von Spenden aus Deutschland erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Der Erlös der Veranstaltung kommt dem aktuellen Vorhaben »Gemüse für Labgar« zu Gute. Die Spende wird für den Kauf von Pflanzen und Baumsetzlingen verwendet. Der Plan sieht vor, ein Feld von zwei Hektar urbar zu machen und einzuzäunen.

Dann galt die Aufmerksamkeit der Zuhörer Märchenerzählerin Marianne Vier. »Märchen halten sich nicht an Grenzen, sie ziehen von Ort zu Ort. Sie alle haben eines gemein: Liebe, Freude, Trauer und Wut«, begann sie die Erzählstunde, die sie mit lebendiger Mimik und Gestik untermalte. Geschichten vom schwarzen Kontinent, aus Mallorca und eine plattdeutsche Erzählung hatte sie mitgebracht. Aufmerksam lauschten die Gäste dem Repertoire, das mit unerwarteten Wendungen überraschte. Viel zu lachen gab es gleich zu Beginn bei der griechischen Sage »Wie die Weinrebe auf die Erde kam«. Die Moral: Menschen, die vom Wein trinken, fühlen zunächst die Kraft und Stärke eines Löwen, gebärden sich am Ende jedoch dumm und albern wie ein Esel. Einblicke in eine exotische Welt bot das westafrikanische Märchen »Die Katze, die ins Haus kam« von Nelson Mandela. Ein kleiner, bunter Basar bot in der Pause die Möglichkeit, in Handarbeit gefertigten Schmuck, Taschen und Accessoires zu erwerben. Großen Anklang fanden außerdem Köstlichkeiten der afrikanischen Küche wie süßes Gebäck und gefüllte Thunfisch-Taschen, gebacken von einer Senegalesin des Vereins.

Der in Hövelhof ansässige Verein »Wasser für Labgar« setzt sich seit 2012 für Hilfe zur Selbsthilfe ein. Labgar ist ein Ort mit 14.000 Einwohnern im Senegal. In vielen Bereichen bracht das Land Unterstützung.

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