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Stadt und Stadtwerke laden ein zur Aktionswoche

Strom vom Dach ernten

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Den Strom vom eigenen Dach ernten – das ist für Hausbesitzer interessant, die den Strom selbst verbrauchen. Denn die Einspeisevergütung lohnt sich nicht mehr. Trotzdem wird das Thema Solarstrom interessant. Dem trägt eine Aktionswoche mit Vorträgen, einer Ausstellung und einer Hausbesichtigung vom 4. bis 7. Juni Rechnung.

Monika Schönfeld

Laden ein zur Aktionswoche: (von links) Werner Twent (Kreissparkasse), Energieberaterin Bettina Berenbrinker, Alexander Buschsieweke, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr,Klimamanagerin Stefanie Schäfer und Sascha Winkelmann (Stadtwerke). Foto: Monika Schönfeld

Dazu laden ein: Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, die Klimamanagerin der Stadt, Stefanie Schäfer, Sascha Winkelmann, bei den Stadtwerken Schloß Holte-Stukenbrock für Energiedienstleistungen zuständig, die unabhängige Energieberaterin der Stadt, Bettina Berenbrinker, und Vertreter der Kreissparkasse Wiedenbrück als Sponsor, die für Fördermittel durch die KfW ins Boot kommt, Werner Twent und Alexander Buschsieweke.

»Für Eigenheimbesitzer ist eine Solarstrom-Anlage auf dem eigenen Dach eine interessante Investition. Einerseits ist es wichtig, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, andererseits machen sie sich als Stromerzeuger unabhängiger von steigenden Energiepreisen«, sagt Klimamanagerin Stefanie Schäfer.

Damit der selbst erzeugte Strom im eigenen Haus genutzt werden kann – auch wenn die Sonne nicht scheint –, muss er zwischengespeichert werden. »Ein Speicher mit einer Kapazität von fünf Kilowattstunden reicht schon aus, um mehr als zwei Drittel des Strombedarfs mit eigenem Sonnenstrom decken zu können«, sagt Energieberaterin Bettina Berenbrinker. Wird die Solarstrom-Anlage zusätzlich mit einer Wärmepumpe oder einem Elektroauto kombiniert, werde das System noch wirtschaftlicher und der Grad der autarken Versorgung steigt. Bis Ende 2018 bezuschusse der Staat den Kauf von Batteriespeichern. Das Land NRW hat zudem eine eigene Förderung für E-Auto-Ladestationen aufgelegt.

Bei der Finanzierung von Photovoltaikanlagen und den dazu gehörigen Batteriespeichern können Hausbesitzer auf Fördermittel der KfW-Bank zurückgreifen. »Zinsgünstige Darlehen und zusätzliche Zuschüsse der KfW in Höhe von bis zu zehn Prozent der förderfähigen Kosten des Batteriespeichers machen diese Lösung interessant«, sagt Alexander Buschsieweke von der Kreissparkasse Wiedenbrück.

Senne-Solardach

Die Stadtwerke Schloß Holte-Stukenbrock haben ein eigenes Programm aufgelegt, das »Senne-Solardach«. Die Stadtwerke planen und finanzieren für Hausbesitzer eine Photovoltaikanlage. Die Installation und Wartung übernehmen im Auftrag der Stadtwerke ortsansässige TÜV-geprüfte Handwerker. Die Hausbesitzer mieten die Anlage. Das Konzept stellt Sascha Winkelmann während der Aktionswoche vor.

Altbauneu

Die Initiative Altbauneu im Kreis Gütersloh, an dem die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock beteiligt ist, besteht seit zehn Jahren. Stadt und Kreis spendieren zehn Hausbesitzern 90-minütige Solarberatungen im eigenen Haus (siehe Kasten Aktionswoche). Hausbesitzer, die ihr Heim energetisch auf Vordermann bringen wollen, können sich auch für eine Sanierungs- oder Heizungsberatung anmelden.

Solarkataster

Mit Hilfe des Solarkatasters auf der städtischen Homepage kann jeder feststellen, ob sein Haus für Sonnenstrom geeignet ist. Zu finden ist es unter www.schlossholtestukenbrock.de unter der Rubrik Wirtschaft und Wohnen, Energie und Umwelt, Solarkataster.

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