1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Schloss-holte-stukenbrock
  6. >
  7. TGK setzt 1000 Euro Belohnung aus

  8. >

Zerstörte Stelen vor dem Rathaus: Geschäftsführer hoffen auf Hinweise auf die Täter

TGK setzt 1000 Euro Belohnung aus

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Marita Witte (62) und Friedrich Frisch (65) sind entsetzt. Drei „Anschläge“ hatte es in der Vergangenheit bereits auf die vor dem Rathaus stehenden Glasstelen gegeben. Aber das jetzt gleich fünf der sechs Kunstwerke komplett zerlegt worden sind , macht beide fassungslos. „Wir haben uns fürchterlich darüber geärgert. Kunst zu zerstören ist ein falsches Zeichen und passt nicht in diese Zeit“, sagt Friedrich Frisch.

Dirk Heidemann

Die Stadtmarketing-Beauftragte Imke Heidotting (von links), Marita Witte und Friedrich Frisch (Geschäftsführer der Firma TKG) sowie Bürgermeister Hubert Erichlandwehr mit den Mini-Stelen, die am Donnerstag überreicht worden sind. Foto: Dirk Heidemann

Daher wird nun gehandelt. Die Geschäftsführer der auf Glasdruck spezialisierten Firma TGK mit Sitz an der Helleforthstraße setzen eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen. Zwischen Einbruch der Dunkelheit am Mittwoch, 21. Oktober, und der Morgendämmerung am Donnerstag, 22. Oktober, wurden fünf der sechs Glasstelen vor dem Rathaus zerstört (das WESTFALEN-BLATT berichtete ausführlich).

Friedrich Frisch

Die Firma TGK hatte die mit Fotos bedruckten Glasstelen, auf denen Themen aus der Reihe der Kultursommer SHS (2009 bis 2015) behandelt werden, gefertigt. „Wir haben die Stelen, die vor dem Rathaus wunderschön aussehen, nicht zum Zerstören gebaut. Sie sind zudem auch ein Referenzobjekt für unser Unternehmen. Ich kann viele Kunden auf die Stelen verweisen“, sagt Friedrich Frisch.

Fünf neue Stelen sollen kommen

Dass es fünf neue Stelen geben wird, daran lässt Hubert Erichlandwehr keine Zweifel aufkommen. „Die werden wir bei der Firma TGK wieder in Auftrag geben. Denn mein Wunsch ist, dass wir nicht vor den Tätern einknicken, sondern den Standort erhalten. Denn Kunst vor dem Rathaus ist einfach schön“, sagt der Bürgermeister.

Keine Videoüberwachung

Eine Videoüberwachung wie beim Ensemble der Alltagsmenschen wird es allerdings nicht geben. „Es kann ja nicht alles überwacht werden“, sagt Erichlandwehr. Falls die Täter nicht überführt werden können, bleibt die Stadt allerdings auf den Kosten für die neuen, acht Millimeter dicken und bei 700 Grad Celsius gefertigten Glasstelen sitzen. Denn Vandalismus-Schäden werden von keiner Versicherung übernommen.

Stelen im Miniformat überreicht

Um die Wartezeit bis zur Herstellung der neuen Stelen zu überbrücken, haben Marita Witte und Friedrich Frisch dem Bürgermeister am Donnerstagvormittag die Kunststücke mit den Originalmotiven im Miniformat überreicht. „Die habe ich um 11.16 Uhr aus dem Drucker genommen“, so Frisch. Die „heiße Ware“ wurde von der Stadtmarketing-Beauftragten Imke Heidotting in Empfang genommen

• Sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter nimmt die Polizeiwache in Schloß Holte (Telefon 05207/91620) oder die Polizei Gütersloh (Telefon 05241/8690) entgegen.

Startseite