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Jahreshauptversammlung der Feuerwehr: 121 aktive Kameraden im Löschzug

Übungsturm wird 2020 aufgestellt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Playmobil-Modell eines Übungsturms, das Bürgermeister Hubert Erichlandwehr vergangenes Jahr mitgebracht hatte, stand demonstrativ auf dem Rednerpult. „Übungen in der Höhe konnten wir 2019 noch nicht machen“, sagte Fabian Johann-vor-der-Brüggen, Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr in Schloß Holte. Der Bürgermeister berichtete später, dass das Stahlgerüst im Bau sei und der Turm dieses Jahr aufgestellt wird.

Monika Schönfeld

Beförderungen und Ehrungen im Löschzug Schloß Holte der Freiwilligen Feuerwehr: (von links) Schloß Holte-Stukenbrocks Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, stellvertretender Wehrführer Bruno Wulf, Polizeidekan Monsignore Wolfgang Bender, Hans-Ulrich Masmeier, Dustin Schenkel, Manfred Bröckling, Michael Weitekemper, Löschzugführer Fabian Johann-vor-der-Brüggen, Tobias Landwehr, Stefan Brok und Wehrführer Claus Oberteicher. Foto: Monika Schönfeld

138 Einsätze

Im Jahr 2019 ist der Löschzug Schloß Holte zu drei Mittelbränden und 30 Kleinbränden gerufen worden. Einen Großbrand gab es nicht, berichtete Schriftführer Hendrik Otto im Jahresbericht, nachdem Werner Ottos Kassenführung mit Applaus bedacht worden war. Hilfe leisteten die Feuerwehrleute bei 20 Öleinsätzen, sechs Verkehrsunfällen, 17 Sturm- und Wassereinsätzen, sechs mal schlugen Brandmeldeanlagen an, zwei mal wurden benachbarte Wehren unterstützt, 20 mal waren sie gemeinsam mit den Stukenbrocker Kollegen im Einsatz. In den insgesamt 138 Einsätzen sind 13 auf der Autobahn 33 enthalten.

Mit 9973 Einsatzstunden liegt der Löschzug 1989 Stunden unter dem Vorjahreseinsatz. Durchschnittlich hat damit jeder Aktive 158 Stunden Einsatz im Jahr 2019 geleistet.

Der Dienst an der Allgemeinheit ist nicht ohne: Polizeidekan Monsignore Wolfgang Bender erinnert an die Feuerwehrleute in Australien, die unter Einsatz ihres Lebens gegen die Flächenbrände kämpfen. Wehrführer Claus Oberteicher zollte den 63 Aktiven des Löschzugs allerhöchsten Respekt. „Das Wichtigste ist, dass wir alle wieder gesund und heile nach Hause kommen.“ Der Wunsch wirkte umso eindringlicher vor dem Hintergrund, dass am Wochenende beim Brand einer Produktionshalle in Düsseldorf mit mehreren Explosionen zwei Feuerwehrleute schwer verletzt worden sind.

Hauptamtliche Kraft für Schreibarbeit

Johann-vor-der-Brüggen berichtete über den Brandschutzbedarfsplan, der der Freiwilligen Feuerwehr bescheinigt, dass sie für den Dienst gut ausgebildet und gerüstet ist. Dadurch spart die Stadt Geld, weil sie keine Berufsfeuerwehr unterhalten muss. Bedingung ist, die Freiwillige Wehr gut auszustatten. „Anerkannt ist, dass wir einen neuen Mannschaftstransportwagen und ein Tanklöschfahrzeug brauchen und ein Carport zum Unterstellen erhalten. Eine hauptamtliche Unterstützungskraft soll uns die Schreibarbeit abnehmen, so dass wir mehr Zeit für Übungen und die Technik haben.“

Der Löschzug Schloß Holte zählt 508 fördernde Mitglieder, zwölf Witwen, 17 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung und 63 Aktive. Claus Oberteicher berichtete, dass in der gesamten Stadt 121 Feuerwehrleute aktiv sind. Das Durchschnittsalter liege bei 35,9 Jahren. „Aus der Jugendfeuerwehr, unserer Nachwuchsschmiede, kommt etwas nach“, sagte er. 13 Jungen und 7 Mädchen (Durchschnittsalter 15 Jahre) werden von acht Betreuern ausgebildet. „Das ist ein enormer Aufwand, der sich aber lohnt.“ Sein Dank gelte ebenso den Brandschutzerziehern, die 28 Veranstaltungen mit Schulen, Kindergärten und in Firmen gemacht haben und in 400 Stunden 360 Erwachsene und 280 Kinder geschult haben, wie sie kleine Brände löschen und sich im Notfall verhalten sollen. Für die Bürger sagte Hubert Erichlandwehr Dankschön. „Wir können stolz sein, dass wir eine gut ausgebildete und ausgestattete Wehr haben.“

Kameraden befördert und geeehrt

Nach den entsprechenden Lehrgängen sind fünf Aktive befördert worden: Stefan Brok und Dustin Schenkel wurden zum Unterbrandmeister ernannt, Tobias Landwehr und Michael Weitekemper zum Brandmeister und Fabian Johann-vor-der-Brüggen zum Brandoberinspektor. Für

40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr haben Manfred Bröckling und Hans-Ulrich Masmeier die Silberne Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehr erhalten. Zum neuen Sicherheitsbeauftragten ist Bastian Schwarz ernannt worden, der freiwillig im Löschzug, hauptberuflich bei der Berufsfeuerwehr Bad Oeynhausen angestellt ist. Wolfgang Bender entzündete das Friedenslicht aus Bethlehem für den verstorbenen Kameraden Lothar Dreier.

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