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Stadtwerke Bielefeld investieren in Hauptpumpwerk am Mittweg zwei Millionen Euro

Umbau bei laufendem Betrieb

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). Die Stadtwerke Bielefeld investieren etwa zwei Millionen Euro in das Hauptpumpwerk am Mittweg in Schloß Holte-Stukenbrock.

Bernd Steinbacher

Geschafft: Die Pumpe, noch ohne Motor, befindet sich an ihrem Platz. Thomas Schick (links) und Frank Dirkschnieder von der Firma Dahmen gehören zu den Beschäftigten, die die neuen Pumpen einbauen. Foto: Bernd Steinbacher

Von hier aus werden die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, Bielefeld, Oerlinghausen, Augustdorf und Leopoldshöhe mit Trinkwasser versorgt. Dieses qualitativ hochwertige Wasser, das nicht aufbereitet werden muss, stammt aus acht Wasserwerken, die sich umliegend auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes und im Furlbachtal befinden.

Nach rund 60 Betriebsjahren sind jetzt umfassende Modernisierungsmaßnahmen notwendig, um die für die Wasserversorgung wichtige Anlage auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. »Die nun eingebaute Technik soll für die nächsten 30 Jahre Bestand haben«, sagte Olaf Kulaczewski, Leiter der Wassergewinnung der Stadtwerke Bielefeld, auf der Baustelle.

Planung vor zwei Jahren begonnen

Das Besondere an dieser Baustelle: Es muss bei laufendem Betrieb gebaut werden, da das Pumpwerk so wichtig ist. Bereits vor zwei Jahren haben die Fachleute der Stadtwerke mit dem Planen angefangen, um einen reibungslosen Ablauf zu sichern. Im November 2016 begannen die vorbereitenden Arbeiten.

»Wir bauen ein neues unterirdisches Pumpwerk vor dem bestehenden Gebäude«, erläuterte Bernd Niehaus, Projektleiter der Wassergewinnung. So seien die Wasserverteilung und der Bau gleichzeitig möglich.

Bis Oktober beendet

Das unterirische Stahlbetonschachtbauwerk hat eine Grundfläche von 15 mal 9 Metern. Es geht fünf Meter in die Tiefe. So sieht die Baugrube riesig aus, doch wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird ein nur etwa 2,50 Meter hohes Gebäude erahnen lassen, was sich im Untergrund befindet. Es sind vier neue energieeffiziente und regelbare Pumpen und die entsprechenden neuen Leitungen, die ins bestehende Netz eingebunden werden. Die Pumpen sind gestern von der Firma KSB aus Halle/Saale geliefert und auf die vorbereiteten Fundamente gesetzt worden.

Bis Oktober sollen die Bau- und Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Diese beinhalten auch die Erneuerung der Elektrik und der Rohrleitungen im bestehenden Pumpwerk. Statt der alten Stahlrohre wird Edelstahl eingebaut. Von den vier vorhandenen Pumpen werden zwei weiter ihren Dienst versehen, die beiden anderen stillgelegt.

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