1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Schloss-holte-stukenbrock
  6. >
  7. Unfälle mit schweren Folgen

  8. >

Landrat, Bürgermeister und Seelsorger zollen Polizisten Respekt

Unfälle mit schweren Folgen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Besuch des Landrats als Chef der Kreispolizeibehörde in der Polizeiwache Schloß Holte-Stukenbrock am Dienstag stand noch unter dem Eindruck des Unfalls in Steinhagen, bei dem die 23-jährige Mutter eines Kleinkindes getötet wurde. Ein umsichtiger Busfahrer hat sich um die Schulkinder gekümmert, die das schwere Unglück nicht mit ansehen sollten.

Monika Schönfeld

Landrat Sven-Georg Adenauer dankt der Leiterin der Polizeiwache Schloß Holte-Stukenbrock, Saskia Corinth, für den Einsatz ihres Teams. Mit dabei (hinten von links) Thorsten Heinrich (Bezirkspolizist Verl), stellvertretender Polizeidirektor Dirk Zeller, Michael Schulmann (Bezirkspolizist SHS), und (von links) Polizeidekan Monsignore Wolfgang Bender, stellvertretender Wachleiter Tido Perret, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Christian Orlet und Claus-Bernd Mikus (Bezirkspolizist SHS).  Foto: Monika Schönfeld

Der Dienst eines Polizisten ist oft belastend, wie in diesem Fall. „Seid versichert, dass wir euch Einsatzkräften mit psychosozialer Unterstützung zur Seite stehen“, sagte Polizeidekan Monsignore Wolfgang Bender, der berichtete, dass ein Team von Seelsorgern und Helfern in Steinhagen die Angehörigen, Zeugen, Kinder und Polizisten und Rettungskräfte unterstützen.

„Sie machen einen schwierigen Job. Ich habe Respekt vor dem, was Sie leisten“, sagte Sven-Georg Adenauer zur Leiterin der Polizeiwache, Saskia Corinth, zu ihrem Stellvertreter Tido Perret, zu den Bezirkspolizisten für Verl und Schloß Holte-Stukenbrock und zu den Kollegen der Wache.

Die Zahlen in Schloß Holte-Stukenbrock und Verl seien allerdings „phänomenal“. In Schloß Holte-Stukenbrock sind die Verkehrsunfälle mit Personenschaden (gezählt 2019 bis einschließlich Oktober) um 10,5 Prozent auf 68 zurückgegangen, die Zahl der Verletzten sank um 13 Prozent von 93 auf 81. Die Zahl der Schwerverletzten ging im Vergleich zum Vorjahr um 47 Prozent von 17 auf 9 jzurück, die der Leichtverletzten um 5,3 Prozent von 75 auf 71. Nicht so positiv sieht es für Verl aus, die Zahl der Unfälle mit Personenschaden stieg von 81 auf 95, die Zahl der Verletzten von 105 auf 118. In Schloß Holte-Stukenbrock wird um eine Verkehrstote getrauert, in Verl sind es drei.

Das Problem im Kreis Gütersloh sei das gut ausgebaute Netz der Landstraßen, auf denen schnell gefahren werden dürfe. Entsprechend schwerwiegend seien die Folgen, sagen Adenauer und der stellvertretende Polizeidirektor Dirk Zeller.

Die Zahl der Straftaten befinde sich erneut auf historischem Tiefstand. „Wir haben im Kreis Gütersloh weniger als 16.500 Straftaten. Das Problem ist, je weniger passiert, desto weniger Personal bekommen wir. Wir sagen allerdings, dass die Polizei Präsenz im öffentlichen Raum zeigt. Die Spitzbuben trauen sich dann nicht“, meint Adenauer. In Schloß Holte-Stukenbrock ist die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 107 auf 729 gesunken. Davon waren 240 Diebstähle (Vorjahr 321). Die Polizei hat weniger Ladendiebstähle, weniger Autodiebstähle und weniger Fahrraddiebstähle gezählt. Auch die Wohnungseinbrüche liegen mit neun extrem niedrig.

Wachleiterin Saskia Corinth weist darauf hin, dass Pedelecs und E-Bikes zum Problem werden. E-Bikes erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h, aber auch Pedelecs fahren schneller als manch ungeübtem Radfahrer bewusst ist. Autofahrer sind solche Geschwindigkeiten nicht gewohnt.“

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr lobt die Ordnungspartnerschaft zwischen Polizei und Stadt. „Ein tolles Miteinander.“

Startseite