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40 Personen demonstrieren im Bürgerpark gegen die geltenden Corona-Maßnahmen

„Uns fehlen die Perspektiven“

Schloß Holte-Stuk...

Sie sehen die Gesellschaft im Ganzen zerstört und fragen nach der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen, die von der Bundesregierung im Zuge der Coronapandemie getroffen worden sind.

Dirk Heidemann

40 Erwachsene waren dem Aufruf einer WhatsApp-Gruppe gefolgt und zur Demonstration gegen die geltenden Corona-Maßnahmen im Bürgerpark am Rathaus erschienen. Foto: Monika Schönfeld

„Wir sehen die Dinge ein bisschen kritischer und kein Ende des Lockdowns. Zudem fehlen uns Perspektiven und das Aufzeigen von Wegen, die aus der Pandemie führen“, sagt Henrik Wibbeke. Der 39-jährige, selbstständige Fliesenleger aus Schloß Holte-Stukenbrock gehört zu einer WhatsApp-Gruppe, die am Dienstag zu einer Demonstration im Bürgerpark aufgerufen hatte.

40 Erwachsene waren diesem Aufruf gefolgt, 14 Transparente wurden im Halbkreis aufgestellt. Gefordert wurden die Aufhebung von Arbeitsverboten, die Rückgabe der Grundrechte sowie die sofortige Öffnung von Läden, Gastronomie, Schulen und Dienstleistern. Zu lesen war auch „Distanzunterricht und Abstand halten ist keine Zukunft für unsere Kinder“ oder „Bestattungen waren und sind keine Coronahotspots“.

Der Ort der Demonstration wurde bewusst gewählt. „Der Bürgermeister ist unser Ansprechpartner, denn als normaler Bürger kann man ja schlecht mit der Kanzlerin reden. Herr Erichlandwehr hat auch Rechte und Pflichten. Er könnte sich über einige Dinge hinwegsetzen, sich für die Stadt einsetzen und so den Ball ins Rollen bringen“, meint Henrik Wibbeke. Seine Gruppierung, die sich deutlich von Corona-Leugnern und Menschen mit rechtsradikalem Gedankengut distanziert, fordert die komplette Aufhebung der bundesweit geltenden Maßnahmen. „Es herrscht eine große Ungerechtigkeit“, so Henrik Wibbeke.

Neben den im Vorfeld geplanten Redebeiträgen von Sandra Fiekens, Gertrud Gerbig und Uwe Domres sorgte der spontane Auftritt von Andreas Fröse für den erfrischenden Abschluss der gut einstündigen Veranstaltung. „Ich bin hier vorbeigefahren und dachte mir: das schaust du dir mal an“, so der 37-jährige Vater von vier Kindern, der frei weg von der Leber und ohne vorgefertigtes Manuskript seine Sorgen, Nöte und Ängste kurz und knackig auf den Punkt brachte.

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