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groku Kunststoffe GmbH baut 40 Meter hohes, vollautomatisches Hochregallager

Viel mehr Platz für die Eimer

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Von der Augustdorfer Straße aus sind die Stützen der neuen Verladehalle der groku Kunststoffe GmbH deutlich zu sehen. Das deutlich größere Bauwerk, das vollautomatische Hochregallager, entsteht dahinter.

Bernd Steinbacher

Diese Visualisierung zeigt, wie das neue Hochregallager und die davor befindliche Verladehalle der groku Kunststoffe GmbH nach der Fertigstellung aussehen soll. An der Augustdorfer Straße wird eine neue Ein- und Ausfahrt gebaut. Foto: groku Kunststoffe GmbH

»Die Leute fragen bereits, was wir bauen«, sagt Henrik Große­kämper, einer der Geschäftsführer des Familienunternehmens mit 150 Mitarbeitern.

In der nächsten Woche beginnt der Stahlbau für das neue Hochregallager mit 12.500 Stellplätzen. Es funktioniert vollautomatisch und soll zu effizienteren Abläufen im Unternehmen beitragen. Die Höhe beträgt 40 Meter, es ist also rund dreimal so hoch wie die Verladehalle.

»Das Hochregallager ist die größte Einzelinvestition des Unternehmens«, sagte gestern der Geschäftsführer im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Er nennt weitere Zahlen. Das neue Hochregallager hat eine Grundfläche von 2150 Quadratmetern, 14 Ebenen, und 5 Verladungsbrücken. Die neue Verladehalle hat eine Fläche von 1500 Quadratmetern.

Wettbewerbsfähiger werden

Die Investitionen in die Gebäude und die Technik sind die eine Seite, die andere ist die Verbesserung der gesamten Abläufe im Unternehmen. »Wir wollen mit Hilfe der weiteren Automatisierung und Digitalisierung noch wettbewerbsfähiger werden«, betont Henrik Großekämper.

Das Unternehmen erzielt mit der Produktion von Kunsstoffeimern, von beispielsweise einem Liter Größe für Feinkostsalat, über 5- und 10-Liter-Eimer für Farbe und 30-Liter-Eimer für Klebstoffe, einen jährlichen Umsatz von 60 Millionen Euro, Tendenz steigend. Die Auftragslage ist gut. »Bei uns läuft es.« Um die 200 Millionen Teile verlassen das Werk pro Jahr.

Etwa 70 Prozent der aus Kunststoff gefertigten Eimer sind für den Nonfood-Bereich, 30 Prozent für Food, also für die Lebensmittelindustrie. Beide Fertigungsbereichs sind streng voneinander getrennt. Die Anforderungen der Lebensmittelindustrie sind besonders hoch. So dient das neue Lager auch dazu, die Ware vor Dritten, Schmutz und Beschädigung zu schützen. Außerdem lässt sich dank der Digitalisierung des gesamten Produktionsprozesses eine lückenlose Dokumentation erstellen. Das ist notwendig für Zertifizierungen.

Bisheriges Lager wird aufgegeben

Mit der Inbetriebnahme des Hochregallagers stehen dem Unternehmen mit den vorhandendenen 2000 Stellplätzen im Verschieberegallager insgesamt 14.500 Plätze zur Verfügung. Das bisherige Lager wird aufgegeben, denn die Flächen werden für die Fertigungserweiterung benötigt.

Trotz der Automatisierung, um die Effizienz zu steigern, sucht das Unternehmen weitere Mitarbeiter für die Technik und die Fertigung. Außerdem auch noch für dieses Jahr Auszubildende als Verfahrensmechaniker. Einer hat schon zugesagt, zwei könnten es noch sein.

Geboten wird ein attraktives Arbeitsumfeld mit Perspektivem, »wir wachsen und unser Markt wird internationaler«, so Große­kämper. Das Unternehmen beliefert den deutschen Markt, exportiert nach Großbritannien, nach Frankreich und in die Benelux-Staaten. »Großbritannien ist schon ein wichtiger Absatzmarkt. Wir müssen auf die Brexit-Umsetzung warten und uns dann darauf einstellen. Das bringt schon Unruhe, aber letztlich muss jeder damit leben, sagt Henrik Großekämper.

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