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Anspruchsvolles Konzert in der St.-Heinrich-Kirche

Vocalissimo bringt Weihnachtsfreude

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Seit fast 20 Jahren sind die traditionellen Weihnachtskonzerte des gemischten Chores „Vocalissimo“ ein Garant für musikalischen Hörgenuss. Den erlebte das Publikum in der fast voll besetzen St. Heinrich Kirche am zweiten Weihnachtstag.

Manuela Fortmeier

Chorleiterin Jessica Walden und der gemischte Chor „Vocalissimo“ geben dem zweiten Weihnachtstag in der St.-Heinrich-Kirche Sende einen klangvollen Rahmen. Foto: Manuela Fortmeier

Schon beim Auftakt verstehen es die Chormitglieder, mit „Vom Himmel in die tiefsten Klüfte“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ dem Konzert eine andachtsvolle Stimmung zu verleihen. Mit „Es ist ein Ros’ entsprungen“ gibt sich die Chorgemeinschaft leise und feinfühlig, um im „Heiligste Nacht“ und dem in lateinischer Sprache gesungenen „Pueri Concinite“ stimmlich kraftvoll aufzubauen. „Einfach nur zum Dahinschmelzen“, flüstert eine Konzertbesucherin wahrnehmbar.

In feierliche Stimmung versetzten „Vom Himmel hoch, o Englein kommt“ und die Volksweise „Am Weihnachtsbaume“, in dem die Kinder Juliane, Christian, Nora und Narla die Engelsstrophe übernommen haben. „Egal, ob es sich um ein einfaches oder anspruchsvolles Lied handelt: Jedes will für sich schön gesungen werden“, sagt Chorleiterin Jessica Walden, deren drei Töchter Laetitia, Clarissa und Konstanze den Chor ebenfalls bereichern. Letztere begleitete im Konzert auch mehrfach am Piano. Jede der vier Frauen legt Wert darauf, „als mitwirkender Teil des großen Ganzen“ wahrgenommen zu werden.

Ein beeindruckendes Hörerlebnis erschaffen Tenor Wolfgang Hosemann, Bass Norbert Trellert und Wolfgang Schön (Bass) in dem Moment, als sie als sie ihre Stimmen mit „Über die Hütte geht der Wind“ erhoben.

Die Freude am Singen wird deutlich in „Adeste Fideles“ und „O holy night“, einer im Jahr 1847 von Adolphe Adam komponierten Musik, zu der Placide Cappeau auf Bitte des Ortspfarrers den Text geschrieben hatte.

Ganz „kurzfristig und spontan“ in das Programm eingefügt, hätte das englisch, vierstimmig dargebotene „Coventry Carol“ aus Großbritannien auf jeden Fall im Gesamtwerk gefehlt.

Immer wieder ergänzten sich die Stimmen in „Unser Heiland ist geboren“, oder dem aus Italien stammenden „Zu Bethlehem überm Stall“ in sensibler Balance. Extrem wandelbar erklingen Solostimmen.

So festlich wie der Chor in das Gotteshaus eingezogen war, so beeindruckend verabschieden sich die Frauen und Männer zum Abschluss. Jedoch nicht, ohne die Freude bringende, durch Ovationen vom Publikum geforderte Zugabe.

„Wenn sie sich nicht setzen, können wir nicht weitersingen“, sagte Walden vor der Zugabe zum Publikum, dass noch immer applaudierte.

Doch dann war er da, der Moment, in dem die Chormitglieder den krönenden Abschluss des gelungenen Konzertes mit dem „Ave Maria Glöcklein“ aus mehreren Bereichen des Kirchenraumes mehrdimensional erklingen ließen.

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