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„Kleiner Umzug“ später und kürzer – Wirte spenden die gesparte Tanzsteuer

Weiber können länger schlafen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Zur 61. Weiberfastnacht gibt’s einige Neuerungen. Das hat das Dreigestirn der Weiberfastnacht, Astrid Kobusch, Melanie Müller und Gaby Hoffmann beim Infotreffen der Weiber am Freitag in der Tordeele mitgeteilt.

Monika Schönfeld

Das Dreigestirn der Weiberfastnacht, Astrid Kobusch, Melanie Müller und Gaby Hoffmann (von links), macht auf Änderungen zur Weiberfastnacht aufmerksam. Der „kleine Umzug“ ist kürzer zugunsten des großen nach dem Bühnenprogramm. Foto: Monika Schönfeld

105 Gruppen hatten sich bis dahin angemeldet – mit den Kapellen sind das 1050 Teilnehmer im Umzug. Das Dreigestirn weist darauf hin, dass es zum fünften Mal die Weiberfastnacht organisiert. „Wir haben alle fünf Jahre die Verantwortlichen gewechselt. Also Weiber: Meldet euch, damit die Tradition der Weiberfastnacht weitergeht! Wir unterstützen unsere Nachfolger auch, egal ob es drei oder mehr Weiber sind, die übernehmen“, sagt Gaby Hoffmann.

Dreigestirn sucht Nachfolger

Apropos Nachwuchs: dem fällt es offenbar schwer, früh aufzustehen. Während die „alten Weiber“ um sechs Uhr morgens anfangen sich zu schminken und sich dann zum Frühstück treffen, um 9 Uhr im Zelt sind und sich fotografieren lassen, haben die jungen Frauen offenbar keine Zeit dafür. „Wir haben die letzten Jahre beobachtet, dass viele Frauen zum Bühnenprogramm hetzen, das um 11.11 Uhr anfängt.“ Dem wird der neue Zeitplan gerecht. Beginn ist erst um 10.15 Uhr mit der Aufstellung am Zelt von Udo Regh. Und der „kleine Umzug“ zur Bühne wird wirklich kurz – nicht mehr wie bisher mit einer Ehrenrunde über den Kreisverkehr, sondern direkt zur Bühne. Die Runde über den Kreisverkehr soll erst zum großen Umzug erfolgen. Damit soll dem Umzug nach dem Bühnenprogramm mehr Bedeutung zukommen.

Das Bühnenprogramm beginnt um 11.11 Uhr. Im Jahr des Stadtjubiläums 50 Jahre Schloß Holte-Stukenbrock wird neben Bürgermeister Hubert Erichlandwehr ein Holter, der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Klaus Dirks, und ein Mann geschmückt, der beide großen Stadtteile repräsentiert. Daniel Wölkes Bäckerei-Hauptsitz ist in Schloß Holte, das Brunnencafé aber steht in Stukenbrock.

Bis 11.11 Uhr wird Schlagersänger Peter David den Weibern auf der Bühne einheizen. DJ Panky (Daniel Pankoke) und Moderator Christian Nagel werden die Gruppen kommentieren.

Opferschutz und Nachhause-App

Nachdem die Politik die Tanzsteuer abgeschafft hat, werden drei Gastwirte das gesparte Geld weitergeben an das Dreigestirn der Weiberfastnacht. Es sind Britta Sielemann (Tordeele), Jörg Grothaus (Gasthof zur Post) und Udo Regh (Zelt). Am Mittwoch besprechen die Weiber, wie das Geld eingesetzt wird. Aus Sympathie hat Simon Oekenpöhler am Freitag eine Spende in Höhe von 555 Euro an die Weiber überreicht.

Zur Bändchenausgabe am Freitag, 14. Februar, ab 19 Uhr im Gasthof zur Post wird die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Barbara Fleiter, und eine Opferschutz-beauftragte der Polizei anwesend sein. Die Weiberfastnacht 2019 war durch eine Vergewaltigung überschattet worden. Wie man sich vor Übergriffen und K.O.-Tropfen schützt und wie die Nachhause-App funktioniert, soll den Frauen noch einmal bewusst gemacht werden.

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