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Heimatforscher Günter Potthoff plant Johann-Altemeyer-Ausstellung

Wer kennt die namenlose Hexe?

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Nach dem großen Erfolg der Ausstellung mit Bildern des Fotografen Josef Hörster soll es im kommenden Jahr eine weitere Schau mit historischen Fotos geben.

Bernd Steinbacher

Bekannt sind drei Namen, nämlich Mathilde Justus (links), Konrad Dirkschnieder (Bonsen Konrad) und Gertrud Blaser (rechts), doch der Name der Hexe fehlt. Über Hinweise freut sich Heimatforscher Günter Potthoff.

Zu sehen sind dann zahlreiche Bilder des Fotografen Johann Altemeyer aus Hövelriege. Er hat zahlreiche Feste und Hochzeiten festgehalten. Doch auch bei diesen historischen Bildern fehlen Daten und vor allem die Namen der abgebildeten Personen.

Heimatforscher Günter Potthoff hat jetzt passend zur Karnevalszeit zwei Fotos herausgesucht. Sie stammen vom Karnevalsumzug 1953. »Damals hat es zwei Umzüge gegeben, den Karnevalsumzug im Winter und einen Festumzug im Sommer anlässlich der 800-Jahrfeier der Gemeinde Stukenbrock«, sagt Potthoff im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Bekannt sind vom Foto drei Namen, nämlich Mathilde Justus, Konrad Dirkschnieder (Bonsen Konrad) und Gertrud Blaser. Doch der Name der Hexe fehlt. Für Hinweise ist der Heimatforscher dankbar, denn Fotos mit kompletten Angaben sind für die Nachwelt besonders interessant. Dieses Foto ist in seinem Buch »Ein Blick zurück« bereits veröffentlicht worden, aber Hinweise zum fehlenden Namen gab es bisher noch nicht.

Das zweite Foto von diesem Karnevalsumzug stammt ebenfalls von Johann Altemeyer. Allerdings sind Potthoff da überhaupt keine Namen bekannt. Er hat mehr als 1000 Glasplatten und Filme von der Witwe Norbert Altemeyers erhalten und gesichtet. »Die Glasplatten sind ein historischer Schatz.« Norbert war der Sohn von Johann Altemeyer, ebenfalls als Fotograf in der Region tätig.

Organisiert wird die geplante Veranstaltung wieder von der Archivgruppe des Fördervereins Industriemuseum in Kooperation mit dem Kulturkreis Schloß Holte-Stukenbrock.

Wer Hinweise zu den gezeigten Fotos geben kann, wird gebeten, sich an Günter Potthoff zu wenden, Telefon 05207/8395.

Zur Person

Johann Altemeyer wurde am 31. Mai 1904 geboren. Er erlernte um 1932 das Fotografenhandwerk. 1947 kehrte er schwer gezeichnet aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Später fotografierte er alle im Sozialwerk ankommenden Flüchtlinge, da diese neue Ausweise benötigten. Altemeyer starb 1962. Sohn Norbert setzte seine Arbeit fort. Er fotografierte im Sozialwerk, bis es aufgelöst wurde.

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