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15 Kinder stellen ihre Bilder am Sonntag im Pfarrheim Liemke aus

Wo Himmel und Erde sich küssen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Was ein Horizont ist, wissen die 15 Kinder des Malkurses in Liemke jetzt. Das ist die Stelle, an der sich Himmel und Erde küssen, sagt die Dozentin, Kunsttherapeutin Rita Brinkmann.

Monika Schönfeld

Unter der Leitung von Rita Brinkmann (links) lernen 15 Kinder den Aufbau von Bildern kennen. Die Werke sind zur Ausstellung am Sonntag zu sehen. Foto: Monika Schönfeld

»Das verstehen die Kinder, das werden sie nicht vergessen«, sagt Rita Brinkmann, die den Kindern ab Grundschulalter zeigt, wie ein Bild aufgebaut ist. »Die Kinder zeichnen Linien, um das Bild aufzuteilen und damit die Proportionen zu finden«, sagt sie. Für Kinder leitet sie seit Herbst vergangenen Jahres den dritten Malkurs. »Karl-Heinz Brüggemann hat in der Kunst- und Musikschule Bielefeld bei mir die Sommer-Akademie besucht und mich gefragt, ob ich nicht in Liemke Kurse anbieten möchte.«

Kaffee zur Eröffnung

Auf Einladung des Pfarrgemeinderates und mit Unterstützung der Dorfwerkstatt Liemke bietet sie nun schon den dritten Kurs für Kinder und am Freitag den zweiten Kurs für Erwachsene an. Die Werke der jungen und älteren Künstler werden während einer Ausstellung am Sonntag, 27. Mai, von 9.30 bis 16 Uhr im Pfarrheim St. Joseph Liemke gezeigt. Die katholische Frauengemeinschaft serviert Kaffee für die Besucher der Ausstellung.

An drei Vormittagen haben die Kinder jeweils drei Stunden konzentriert an ihren Werken gearbeitet. Elisha (8) malt einen Regenbogenfisch, die Geschwister Kiana (7) und Leander (9) haben sich für eine Eule im Flug und eine sitzende Schnee-Eule entschieden. jannik (9) hat bereits sein fünftes Bild in Arbeit.

Rita Brinkmann

»Kinder ermutige ich, genau hinzuschauen, nicht schnell-schnell zu malen, sondern in Ruhe.« Erwachsene, so ist Rita Brinkmanns Erfahrung, haben hohe Ansprüche an sich selbst. »Sie möchten den Hirsch im Wohnzimmer abhängen und ihr eigenes Bild aufhängen. Das Bild soll sofort perfekt sein. Erwachsene muss man erst dazu bringen, ins Bild einzutauchen.« Das gelinge oft. »Man sieht, wie sie entspannen, selbst zu ihrem Bild werden. Da steckt viel Herzblut drin.« Gearbeitet wird mit Acrylfarben, auch aquarellig, mit Pastell- und Ölmalkreiden.

Ein Kommentar von Monika Schönfeld

Ein lebendiges Dorf – so präsentiert sich Liemke im Alltag. Bestes Beispiel sind auch die Kunstkurse, die die Kirchengemeinde gemeinsam mit der Dorfwerkstatt anbietet. Kunst entsteht nicht nur in den Metropolen, sondern gerade auch im ländlichen Raum.

»Ich arbeite gerne in Liemke wie auch in Senne oder in der Windflöte«, sagt Dozentin Rita Brinkmann. Und der Nutzen für das Dorf ist doppelt da – Kinder und Erwachsene können sich künstlerisch entwickeln und die ganze Gemeinde hat während der Ausstellung etwas davon.

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