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Bewohner in Sicherheit – Schaden in sechsstelliger Höhe – Mit Video

Wohnhaus in Flammen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Ein Doppelhaus am Ulmenweg ist am Sonntagnachmittag nahezu vollständig ausgebrannt. Die Bewohner, eine ältere Dame und eine junge Familie mit einer zweieinhalbjährigen Tochter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Matthias Kleemann

Von der Drehleiter aus bekämpfen Feuerwehrleute den Brand, der offenbar im Dachstuhl ausgebrochen ist Foto: Matthias Kleemann

Die Schadenshöhe steht noch nicht fest, aber sie dürfte sich auf mehrere 100.000 Euro belaufen. Auch zur Ursache des Feuers wollte sich gestern niemand äußern. Brandstiftung kann jedoch ausgeschlossen werden.

Nachbarn, die auf der Terrasse saßen, bemerkten das Feuer kurz vor 14 Uhr und alarmierten sofort die Feuerwehr. Unter der Leitung von Stadtbrandmeister Claus Oberteicher waren rund hundert Feuerwehrleute im Einsatz. Die beiden heimischen Löschzüge bekamen Verstärkung aus Verl und Gütersloh, weil sehr viel Atemschutz-Ausrüstung gebraucht wurde. Insgesamt waren mindestens 16 Fahrzeuge vor Ort.

Brand im Dachstuhl ausgebrochen

Der Brand ist im Dachstuhl ausgebrochen und hat sich schnell ausgebreitet. Eine Ursache dafür dürfte sein, dass es sich um kein echtes Doppelhaus handelt. Es stammt aus dem Jahr 1952 und ist mehrfach umgebaut worden. »Es gibt im Dach- und Obergeschoss wohl Verbindungen«, sagt Kreisfeuerwehrpressesprecher Michael Schnatmann. Auch eine Brandschutzmauer existiert nicht.

Erschwerend für die Feuerwehr kam hinzu, dass im Haus gerade renoviert wurde. Deshalb standen Möbel nicht am Platz, sondern gedrängt auf einen Haufen. Schwer zu löschen, so Schnatmann. So bald es möglich war, gingen Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten ins Haus, um die Lage zu sondieren.

Es dauerte bis 16 Uhr, bis das Feuer unter Kontrolle war. Vom Dachstuhl breiteten sich die Flammen ins Erdgeschoss aus.  Durch die offene Haustür wurde Löschwasser ins Gebäude gespritzt. Wegen des starken Rauchs wurde eine Warnmeldung über die Handy-App »Nina« und über Radio Gütersloh abgesetzt, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Nachbarnhaben leer stehende möblierte Wohnung zur Verfügung gestellt

Nicht nur das Feuer, auch das Löschwasser haben das Haus auf unabsehbare Zeit unbewohnbar gemacht. Die Bewohner haben jedoch glücklicherweise eine Unterkunft in der Nähe gefunden. Nachbarn, die über eine leer stehende möblierte Wohnung an der Lindenstraße verfügen, habe ihnen diese zur Verfügung gestellt. Auch Kleidung und Lebensmittel wurden herbei geschafft. »Das ist wirklich wahre Nachbar- und Hilfsbereitschaft«, sagte Notfallseelsorger Monsignore Wolfgang Bender, der die Familie betreute.

Am späten Nachmittag machte sich auch Bürgermeister Hubert Erichlandwehr ein Bild von der Lage. Da stieg noch immer Rauch aus dem Dach auf. Einsatzleiter Claus Oberteicher rechnete damit, dass die Nachlöscharbeiten noch bis in die Nacht dauern.

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