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Weniger Flüchtlinge kommen nach OWL – Land stellt Betrieb ein

Zeltstadt schließt vorzeitig

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Zeltstadt auf dem Gelände der Polizeischule in Schloß Holte-Stukenbrock wird kurzfristig geschlossen. Das hat die Bezirksregierung bekanntgeben. Die zuletzt noch 214 Bewohner werden von Donnerstag an in andere Unterkünfte verlegt.

Die Zeltstadt auf dem Gelände der Polizeischule. Hier gibt es Platz für 1000 Menschen. Foto: Monika Schönfeld

Die Zeltstadt ist eine von fünf Notunterkünften, die das Land NRW im vergangenen Jahr in Ostwestfalen-Lippe zur Bewältigung des starken Flüchtlingszuzugs eingerichtet hatte. Da die Zahl der Neuankömmlinge in den vergangenen Monaten stark rückläufig war, werden diese Einrichtungen nicht mehr benötigt.

Gründe sind laut Bezirksregierung zum einen der schnellere Verfahrensablauf von der Erstaufnahme bis zum Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Bielefeld. Dieser Antrag ist die Grundlage für die Zuweisung der Asylsuchenden an die Kommunen.

Außerdem kämen weiterhin nur wenige Asylsuchende neu hinzu. So habe es in ganz Nordrhein-Westfalen etwa 1400 Zugänge in der vergangenen Woche gegeben. Auf OWL entfallen etwa zwölf Prozent, also etwa 170 Menschen. Zum Vergleich: Ende Oktober 2015 seien in einer Woche bis zu 16.000 Menschen nach NRW gekommen.

Die 24 Leichtbauhallen und sieben Verwaltungscontainer auf dem Gelände in Schloß Holte-Stukenbrock bleiben aber vorerst stehen. Das Gelände werde auch weiterhin bewacht, teilte die Bezirksregierung mit. Sollte die Zahl der Asylsuchenden in Ostwestfalen-Lippe erneut stark ansteigen, würde die Bezirksregierung auf die Kapazität der Notunterkunft zurückgreifen.

Die Bezirksregierung plant, die Einrichtung zum 1. Mai 2017 komplett zu schließen. Dann sollen die Leichtbauhallen abgebaut werden. Die Flächen sollen aber zur Reserve vorgehalten werden.

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