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Randalierer unterwegs am Jückemühlenweg in Steinhagen – mehr als 2000 Euro Schaden

17 junge Bäume abgeknickt

Steinhagen  (WB/anb). Das Entsetzen ist groß: »Wer macht denn so etwas?« Das fragen sich viele Steinhagener, die am Himmelfahrtstag und am Freitag auf dem neu angelegten Fußweg am Jückemühlenbach entlang gegangen oder geradelt sind: 17 junge Obstbäumchen sind offenbar mutwillig unterhalb der Krone abgeknickt worden.

Nicht nur einen, sondern alle 17 Bäume am Jückemühlenweg haben die unbekannten Randalierer abgeknickt. Foto: Bluhm-Weinhold

Nur noch die Stämme stehen, die Kronen hängen bereits halbvertrocknet herab oder liegen gleich ganz am Boden. Norbert Kuznik, Leiter des Steinhagener Bauhofes, bezeichnet diesen Akt der Gewalt – höflich zurückhaltend – als »bescheiden«. Auf Facebook findet man auch deutlichere Worte. Laut Polizei hat sich die Tat in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ereignet. Ohne Ausnahme sind alle Obstbäume den noch unbekannten Randalierern zum Opfer gefallen. Der Schaden geht in die Tausende.

Kosten von 140 Euro pro Baum

»Man rechnet 100 Euro Kosten pro Baum, mit Wiederschaffung sogar 140 Euro«, so Kuznik. 35 Euro muss man für die Pflanze selbst rechnen, dazu kommen Materialkosten, etwa für einen Pfahl, und vor allem Personalkosten für das Pflanzen und Bewässern. Insgesamt: 2380 Euro Schaden.

Vor zwei Jahren, als die Gemeinde den Jückemühlenbach renaturiert und den Fuß- und Radweg zwischen Patthorster Straße und Autobahnbrücke angelegt hat, sind auch die 17 Obstbäume ganz unterschiedlicher Sorten gepflanzt worden. Sie waren gut angegangen und hatten sich bestens entwickelt. »Gerade waren wir so weit, dass sie nicht mehr ständig gewässert werden mussten«, so Kuznik.

Neuanpflanzung erst im Herbst

Nun wird der Bauhof sie Anfang kommender Woche entfernen. Den Sommer über werden dann die kahlen Pflanzstellen am Wegesrand klaffen. »Neue Bäume können wir erst in der nächsten Pflanzperiode setzen, also im Herbst«, so Kuznik.

Er betont, dass der Schaden nicht nur ein finanzieller ist. »Die Bäume sind ja im auch öffentliches Interesse«, sagt Norbert Kuznik und meint zum einen den Naherholungsaspekt, zum anderen aber auch die ganz praktische Verwertung von Äpfeln, Kirschen und der weiteren Früchte: »Wir haben extra Obstbäume gepflanzt, damit jeder Bürger etwas von den Bäumen hat.«

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