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Die letzten 130 Bücher kommen über eine Menschenkette in der neuen Steinhagener Bibliothek an

400 Besucher helfen beim Umzug

Steinhagen (WB). Mit dem 30. Band des Brockhaus verließ am Sonntag das letzte Buch die alte Gemeindebibliothek am Rathaus. Bis die Menschenkette alle Bücher quer durch den Ortskern transportiert hatte, dauerte es jedoch – schließlich nutzten die Besucher die Gelegenheit gern, um ein wenig in den Werken zu blättern. Mit Video: 

Sara Mattana

Die Menschenkette steht vom Rathaus bis zum Kirchplatz: 400 Teilnehmer reichen die letzten Bücher weiter zum neuen Standort der Gemeindebibliothek. Foto: Sara Mattana

Vor allem die Jüngsten hätten das ein oder andere Buch gern behalten. Denn als der Umzug der 130 letzten Bücher anstand, gingen zunächst die Kinderbücher von Hand zu Hand. »Den Abschluss macht der Brockhaus, denn das gedruckte Buch hat seit Jahrhunderten zur Bildung der Menschen beigetragen und hat einen besonderen Wert«, sagte Bürgermeister Klaus Besser, bevor er sich an der Spitze der Menschenkette auf den Weg zum Kirchplatz machte. Dorthin folgten ihm etwa 400 Steinhagener, die sich nach getaner Arbeit gern in der neuen Gemeindebibliothek umschauten.

Erster Rundgang durch die neuen Räume

Denn nachdem Mitarbeiter Lars Matiszik und Praktikantin Sabine Hagspihl dort alle Bücher in Empfang genommen hatten, stand der erste Rundgang entlang der neuen Regale und Sitzecken an. »Wir finden es klasse hier. Es ist offen und hell und lädt zum Hinsetzen ein. Wir werden bestimmt noch oft herkommen«, sagte Elli Töberich, die gemeinsam mit ihren Kindern Max-Jona und Hanna zwischen den DVDs stöberte.

Livemusik und Clownerie zur Einweihung

Für die neunjährige Mia war hingegen die Kuschelecke ein echtes Highlight: »Die Kinderecke ist toll, die Farben sehen so schön aus.« Dennoch gerieten die vielen Bücher bei den jüngsten Besuchern für kurze Zeit in Vergessenheit. So sorgte der Clown »Zack« bei der Eröffnungsfeier für Unterhaltung, bevor Anette Klee und Sandra Faryn als »Duo Fortezza« die Räume musikalisch einweihten.

»Ich halte dieses Gebäude architektonisch und technisch für außerordentlich gut gelungen. Die Arbeit von Bibliotheken verändert sich in Zeiten der Digitalisierung und in Zeiten eines sich schnell ändernden Nutzerverhaltens. Insofern nutzen wir diese Aufbruchstimmung mit der Errichtung einer neuen Bibliothek«, sagte Klaus Besser.

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