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Mehr Verkaufsfläche und Klimakonzept: Neuer Markt soll 2020 entstehen

Aldi baut groß und grün

Steinhagen  (WB). Der Aldi baut in Steinhagen neu. Dabei vergrößert er nicht nur seine Verkaufsfläche erheblich, sondern macht sich auch energetisch unabhängig.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Mit bodentiefen Fenstern, überdachten Stellplätzen für Einkaufswagen und Fahrräder: So soll die Front des neuen Marktes aussehen Foto: WB

Die Pläne des Discounters werden am kommenden Dienstag, 29. Oktober, im Bauausschuss durch die Aldi-Immobilienabteilung und Investor Lutz Heitland vorgestellt. Die Sitzung im Rathaus ist öffentlich und beginnt um 17.30 Uhr.

Gebaut werden soll im kommenden Jahr am bestehenden Standort. Der bisherige Markt, erst Ende 2007 bezogen, wird abgerissen. Derzeit misst die Verkaufsfläche 800 Quadratmeter, 1267 Quadratmeter sollen es werden. Dazu braucht Aldi mehr Grundfläche. Mit dem Rücken rückt der Markt näher an den Nachbarn Elektro Sötebier, seitlich bis zur Bahnhofstraße vor.

Auch die Flächen, auf denen die Essbar von Haskenhoff und Lotto und Schreibwaren Leidinger ansässig sind, sind mit überplant. Beide könnten in die Räume der Urologiepraxis ziehen, die jetzt im Ärztehaus Am Markt ist, wie Investor Lutz Heitland dem WESTFALEN-BLATT gestern sagte. Für Leidinger steht der Umzug fest, für Haskenhoff ist er noch offen.

Klimaschonendes Energiekonzept

Modern ist das klimaschonende Energiekonzept. Aldi verzichtet auf einen Gasanschluss, sondern nutzt zum Heizen die Abwärme aus den Tiefkühltruhen. »Mit einer Betonkernaktivierung wird das Gebäude über den Fußboden geheizt«, kündigt Aldi selbst an. Auf dem gesamten Dach soll eine Photovoltaikanlage installiert werden. Lutz Heitland stellte zudem in Aussicht, dass es eventuell auf dem Parkplatz auch E-Ladesäulen geben werde.

»Der Bau wird sehr teuer«, sagte Lutz Heitland. Und deshalb ist auch noch nicht klar, wer baue – ob Aldi oder er selbst. »Das kommt auf die Konditionen an«, so Heitland.

»Da die Fläche mit zum Sanierungsgebiet Ortskern zählt und die Investitionsmaßnahme so fundamental ist, müssen die Pläne auch der Gemeinde vorgestellt werden. Denn die Genehmigung, dass Baugrenzen überschritten werden dürfen, ist kein Geschäft der laufenden Verwaltung«, sagt Bürgermeister Klaus Besser. »Wenn die Pläne hier in der Gemeinde durch sind, werden wir sofort den Bauantrag beim Kreis stellen«, kündigte Heitland an.

Breitere Gänge und Barrierefreiheit

Die Parkplätze, die sich bislang an der Gebäudeseite befinden, fallen zukünftig zwar weg. »Dennoch wird Aldi mehr Stellplätze haben als baurechtlich vorgeschrieben«, so Klaus Besser. Er verweist auch darauf, dass Steinhagen dann den ersten modernisierten Aldi im nördlichen Kreis Gütersloh haben werde.

Aldi selbst verweist nicht nur auf ein besser präsentiertes Sortiment und auf breitere Gänge. Auch Kundentoiletten wird es geben. Fahrradfahrer finden überdachte Abstellplätze vor.

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