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Kreis Gütersloh wartet nur noch auf Flug für den in Steinhagen mehrfach aggressiv gewordenen Mann

Asylbewerber wird direkt aus der Haft abgeschoben

Steinhagen (WB). Ein 26-jähriger Steinhagener Asylbewerber, der im vergangenen Jahr wegen gewaltsamer Übergriffe sogar eine mehrmonatige Bewachung des Rathauses erforderlich gemacht hatte , wird aus der Haft in sein Heimatland Guinea abgeschoben.

Annemarie Bluhm-Weinhold

Das Rathaus bewacht, wie im Winter: Der gewalttätige Asylbewerber hatte die Maßnahme nötig gemacht. Foto: Volker Hagemann

Das teilte der Kreis Gütersloh am Donnerstag auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES mit. Für Steinhagens Bürgermeister Klaus Besser ist dabei wohl die wichtigste Nachricht: »Er wird nicht wieder in Steinhagen auftauchen.«

Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung angegriffen

Der Mann war extrem gewaltbereit und mehrfach straffällig geworden. Im November vergangenen Jahres hatte er zudem Mitarbeiter der Gemeinde angegriffen, so dass das Rathaus von einem Sicherheitsdienst bewacht werden musste. Zwischenzeitlich war der 26-Jährige geflüchtet und in der Schweiz, am Züricher Bahnhof, aufgegriffen und verhaftet worden. Im April dieses Jahres hatte ihn das Amtsgericht Halle zu einer Haftstrafe von 22 Monaten verurteilt.

Lange war die Identität des Mannes ungeklärt, so dass er nicht abgeschoben werden konnte. Doch nicht zuletzt mit Hilfe von Hinweisen anderer Flüchtlinge konnte seine Herkunft festgestellt werden. »Inzwischen ist er von Guinea identifiziert worden und daher rückstellungsfähig«, sagt Jan Focken, Pressesprecher des Kreises. Wie der Steinhagener Bürgermeister erläuterte, werden über die Botschaft Passersatzpapiere angefertigt, mit denen dann die Abschiebung möglich ist.

Der Zeitpunkt der Abschiebung steht nach Auskunft von Jan Focken noch nicht ganz fest: »Ein Flug ist beantragt. Es gibt eine zentrale Fluganmeldung des Landes, über die die Flüge koordiniert werden«, so Focken.

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