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Steinhagener Kinderbibeltage werden auch in digitaler Form ein voller Erfolg – Live-Gottesdienst konzipiert

Bonhoeffer-Haus wird zum Sendezentrum

Steinhagen

Dass man auch in Zeiten von Corona mit vielen Menschen interagieren und Spaß haben kann, haben die diesjährigen Steinhagener Kinderbibeltage eindrucksvoll bewiesen. Per Zoom-Konferenzen trafen sich jetzt mehr als 100 Kinder und 40 Mitarbeiter virtuell, um gemeinsam Bibelgeschichten zu erarbeiten, sich zu bewegen und vor allem eine gute Zeit zu verleben.

Malte Krammenschneider

Hier müssen Kamera und Ton stimmen: Philip Kleen und Rebecca Hahn übernehmen bei den ersten digitalen Kinderbibeltagen die technische Leitung. Foto: Malte Krammenschneider

„Trotz der digitalen Form hat es super geklappt. Die Kinder waren ganz unbeschwert, und es wurde viel gelacht“, sagt der katholische Gemeindereferent Simon Wolter.

Gemeinsam mit Kantorin Annette Petrick und Pfarrerin Kirsten Schumann von der Evangelischen Kirchengemeinde hat Wolter nun Bilanz gezogen. Bilanz unter eine Ausgabe der Kinderbibeltage, die dann doch jede Menge Herausforderungen mit sich brachte. Zum einen mussten die Gruppenaktionen trotz jahrelanger Erfahrungen neu gedacht werden, und zum anderen wurden die Grenzen und Möglichkeiten von Zoom ausgelotet, worüber übrigens auch die inhaltliche Vorbereitung lief.

Theaterstück aufgeführt

Den Teilnehmern wurde derweil im Vorfeld eine Basteltüte nach Hause gebracht, die von Ehrenamtlichen unter Corona-Bedingungen gepackt worden war. Teilweise bis nach Brockhagen und Gellershagen fuhren die freiwilligen Helfer, um den Kindern ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Die freuten sich riesig auf die Aktion und konnten sich jeweils ab 14.30 Uhr in die erstellte Zoom-Konferenz einwählen und miteinander in Kontakt treten. Eine Viertelstunde später gab es dann Live-Musik aus dem zum Sendezentrum umfunktionierten Dietrich-Bonhoeffer-Haus von einer sechsköpfigen Band.

Pünktlich um 15 Uhr übernahm Moderator Simon Wolter das Mikrofon, um die Kinder auf den Bibeltag einzustimmen und ein Theaterstück zu zeigen, dass zuvor gedreht und nun gemeinsam angeschaut wurde. Ab 15.30 Uhr ging es schließlich in die sogenannten Breakout-Sessions, wo jeweils zehn nach Alter aufgeteilte Kinder mit jeweils zwei bis drei Mitarbeitern die Themen Freundschaft, Dankbarkeit und Angst vertieften. Es wurde gespielt, miteinander diskutiert, sich bewegt und am Ende der Gruppenphase noch gemeinsam ein Video des gemeinsamen Abschlusses vom Vortag geschaut.

Enormer technischer Aufwand

„Es war dieses Mal mit einem enormen technischen Aufwand verbunden. Ohne die Unterstützung aus der Gemeinde hätte das nicht funktioniert“, sagte Pfarrerin Kirsten Schumann dankbar, bevor Annette Patrick erklärte, dass das Team im Dietrich-Bonhoeffer-Haus aus Sicherheitsgründen regelmäßigen Corona-Tests unterzogen wurde. Diese fielen zum Glück allesamt negativ aus, so dass die Kinderbibeltage ohne Probleme über die Bühne gehen konnte – inklusive des großen Abschlussgottesdienstes, für den sich alle Beteiligten am Sonntag noch einmal bei Zoom trafen und die Erlebnisse Revue passieren ließen.

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