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Aktionsbündnis-Sprecherin Dr. Birgit Lutzer eingetreten – Partei kündigt zudem Wechsel im Vorstand an

CDU-Fraktion setzt auf neue Gesichter

Steinhagen  (WB/anb). Bislang kennt man sie als streitbare Amshausener Bürgerin und Sprecherin des dortigen Aktionsbündnisses. Doch nun ist Dr. Birgit Lutzer in die CDU eingetreten und wird für die Partei als Kandidatin bei der Kommunalwahl im September antreten.

Freuen sich über die Verstärkung und Zusammenarbeit: (von links) Hans-Heino Bante-Ortega, Dr. Mechthild Frentrup, Dirk Lehmann, Dr. Birgit Lutzer, Lars Steinmeier. Foto: Bluhm-Weinhold

Überhaupt steht die Steinhagener CDU vor einem Wandel: „Das Gesicht der Fraktion wird sich deutlich verändern“, kündigt Ratsherr Lars Steinmeier an, mit 45 Jahren jüngstes Mitglied der CDU-Fraktion an. „Es geht uns vor allem um die altersmäßige Mischung von jüngeren und erfahrenen Mitgliedern“, sagt Dr. Mechthild Frentrup (45), seit 2018 in der Fraktion aktiv, inzwischen als Sprecherin im Bauausschuss.

Indes: „Die ganz jungen Leute fehlen uns“, sagt Fraktionschef Hans-Heino Bante-Ortega. Sie müssten sich erst beruflich und familiär festigen, später kämen sie zurück. Aber auch für den Vorstand, der am 12. Februar neu gewählt wird, kündigt Ortsverbandsvorsitzender Dirk Lehmann neue Mitglieder an.

Behutsame Annäherung

Birgit Lutzer und die CDU haben sich, ausgelöst durch die Diskussion um die KWG-Bebauung an der Finkenstraße „behutsam“, wie sie sagt, einander genähert. Lutzer kam 2017 durch das Aktionsbündnis Amshausener Straße als Zuhörerin in die Rats- und Ausschusssitzungen und fand Interesse an der Kommunalpolitik. Die Mitarbeit in der UWG beendete sie damals nach vier Monaten wieder: „Ich war zu schnell drin und schnell wieder draußen.“ Doch mit der CDU war es zunächst eine „Satelliten“-Kooperation etwa auf der kommunikativen Ebene, denn in puncto Social Media hatte die CDU Nachholbedarf – und die Journalistin Lutzer lieferte.

Birgit Lutzer bekennt, von der Vorgehensweise der CDU bei den Problempunkten in Amshausen angetan gewesen zu sein. „Die CDU hat sich von allen Parteien am meisten für die Bürger engagiert.“ Man kam ins Gespräch. „Wir haben festgestellt, dass wir uns in meinem Kernthema, dem Umweltschutz, nahe sind. Das Miteinander stärken, die dörfliche Struktur erhalten, das hat mit dem Umweltgedanken zu tun.“ Lehmann: „Wir hätten sie auch als Parteilose integriert.“ Doch die Uneindeutigkeit sei ein Nachteil, so Lutzer. Die Arbeit im Aktionsbündnis wird sie beibehalten.

Und die CDU will bei ihrer nun erprobten Strategie des engen Austauschs mit den Bürgern bleiben. „Wir machen schließlich Politik für Steinhagen“, so Lehmann.

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