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Im Bürgerportal können Formulare bald am heimischen Computer ausgefüllt werden

Das Rathaus soll digitaler werden

Steinhagen (WB/mat). Bei einem Anliegen an die Verwaltung war der Gang ins Rathaus bisher unerlässlich. Mit dem neuen Bürgerportal soll dies anders werden – so können Formulare bald vom Computer aus ausgefüllt und abgeschickt werden.

Über die neue Homepage der Gemeinde können sich Bürger registrieren und die Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Foto: dpa

Über die neugestaltete Homepage der Gemeinde können sich Bürger nun registrieren und die Online-Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dies funktioniert zunächst einmal aber nur bei der Urkundenanforderung im Standesamt und bei der Melderegisterauskunft. »Wir wollen das neue System langsam aufbauen und später in allen Bereichen anwenden«, sagte IT-Administrator Dirk Gaßdorf dem Haupt- und Finanzausschusses.

So werden über die meisten Reiter im Bürgerportal wie gewohnt PDF-Formulare aufgerufen. Der neue Postkorb kann hingegen vollständig genutzt werden. »Das ist der Kern des Portals. Über den Postkorb können Anliegen an die Verwaltung herangetragen und von Mitarbeitern beantwortet werden«, so Gaßdorf.

Mit dem neuen Portal erfüllt die Gemeinde alle Voraussetzungen nach dem E-Government-Gesetz NRW, das 2016 in Kraft getreten ist und die elektronische Verwaltung fördert. Dennoch bleibt Digitalisierung im Ort ein Thema. So steht online bereits der Ratsinformationsdienst zur Verfügung, während eine Abfall-App über die Abfuhrtermine informiert und im Ortskern kostenloses WLAN nutzbar ist. Dies soll künftig auch im Bürgerpark verfügbar sein. Zudem wird mit der Erstellung eines Medienentwicklungsplans für alle Schulen begonnen, während auch das neue Bürgerportal langsam wachsen soll.

Glasfaserausbau bis 2025 abgeschlossen

Damit darüber Vorgänge wie die An- oder Abmeldung von Müllgefäßen, Sperrmüllanmeldungen oder die Anmeldung von Hunden bald von überall aus problemlos abgewickelt werden können, arbeitet die Gemeinde weiter am Breitbandausbau. Auf Grundlage des digitalen Breitband-Masterplans für ein FTTB/FTTH-Netz im Kreis Gütersloh soll bis zum Jahr 2025 der Glasfaserausbau abgeschlossen sein. Dabei wurde in Steinhagen durch einen Ausbau der Kabelverzweiger (KVZ) im Jahr 2016 bereits eine flächendeckende Mindestbandbreite von 30 Mbit pro Sekunde erreicht. Nun sollen in der Gemeinde acht KVZ gebaut werden, wofür 2018 und 2019 je 80.000 Euro eingeplant sind.

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