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Das Historische Museum feiert Jubiläum – Heimatministerin Ina Scharrenbach kommt zum Gratulieren – mit Video

Der Champagner in NRW heißt Steinhäger

Steinhagen  (WB). Mehr als 130 Gäste, herzliche Laudationes und eine inspirierende Festrede, westfälische Häppchen mit Pumpernickel und Schinken sowie ein Schluck aus dem Steinhägerbrunnen, aus dem natürlich Jubiläumsbrannt floss: Stilvoller hätte man 25 Jahre Historisches Museum nicht feiern können.

Annemarie Bluhm-Weinhold

»Auf das Museum«: Herbert Mikoteit, Ina Scharrenbach, Klaus Besser, Frank Pohl, Winifred Schlichte und Gerhard Goldbecker stoßen mit Jubiläumsbrannt an. Foto: Bluhm-Weinhold

Und lebendiger auch nicht. Zum Tag der offenen Tür am Sonntag zog es Hunderte von Besuchern ins Schlichte-Carree, die die Exponate des Museums in Augenschein nahmen, sich mit dem limitierten Jubiläums-Steinhäger eindeckten und die Oldtimer-Traktoren bewunderten.

Identifikationsfaktor der Steinhagener mit ihrer Geschichte und somit Vermittler und Gestalter von Heimat: Das Museum ist eine Ausnahmeerscheinung im ganzen Land. »Mehr Ehrenamt und Heimatverbundenheit als hier findet man in NRW an keinem anderen Ort«, lobte die stellvertretende Landrätin Dr. Christine Disselkamp: »Der Steinhäger gehört zum Selbstverständnis der Steinhagener dazu.«

Viel Liebe, Mut und Kreativität

Und das wird offenbar auch in der Landeshauptstadt so gesehen, denn NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Was macht das Steinhagener Museum aus? »Mit viel Liebe, Mut und Kreativität wird hier die Heimat gepflegt«, sagte sie im WESTFALEN-BLATT-Video-Interview.

Der Champagner NRW’s kommt aus Steinhagen, leitete sie ihre Festrede ein. Damit spielte sie auf eine Bemerkung Klaus Bessers zum Gebietsschutz an, den der Steinhäger ebenso wie Champagner und Chianti genießt.

Sie strich heraus: »Heimat ist für jeden unterschiedlich. Aber jeder trägt Heimat in sich als Wurzeln, die uns Halt und Orientierung geben.« Tradition mit dem Modernen zu verbinden, darin sieht Ina Scharrenbach eine Aufgabe des Gemeinwesens: »Es liegt an uns, was wir aus der Heimat machen.« In jedem Fall bedürfe es Menschen, die den Mut hätten, voranzugehen und Heimat zu gestalten. »Heimat muss von unten wachsen.«

Gemeinsam ein Stück Heimat bewahrt

So wie das in Steinhagen gelungen ist. Besonders zu ehren waren am Samstag die Gründer, allen voran Dieter Flöttmann, und Förderer wie die damalige Landrätin Ursula Bolte, aber auch das ehrenamtliche Team, das mit hohem Einsatz seit 25 Jahren die Geschicke des Museums leitet. Gemeinsam haben sie ein Stück Heimat bewahrt: Sie haben den Steinhäger, der die Gemeinde einst weltberühmt gemacht hat, vorm endgültigen Verschwinden gerettet und bringen ihn nun Gästen und nachwachsenden Generationen näher. »Einen besseren Ort dafür als direkt unter der großen Steinhägerkruke neben der Dorfkirche kann man sich kaum vorstellen«, sagte Bürgermeister Klaus Besser.

Unter den mehr als 130 Gästen waren Bundes- und Landespolitiker, Vertreter aus Wirtschaft und Vereinen, die Familien Schlichte und König als Vermieter. Zwei »Jubilare« erhielten von Gerhard Goldbecker eine Kruke Jubi-Steinhäger: die Mitbegründer Henrich König (82) und Martin Maschke (85). Und die allererste Jubi-Kruke mit der Nummer eins, die überreichte Gerhard Goldbecker an Dieter Flöttmann.

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