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Tiefbauarbeiten für das Hörmann-Sportzentrum in Steinhagen sind weit fortgeschritten

Die Baugrube nimmt Ausmaße an

Steinhagen  (WB). Der Blick in die Baugrube offenbart die Ausmaße des zukünftigen Hörmann Sportzentrums der Sportvereinigung (Spvg.) Steinhagen zumindest ansatzweise. Denn noch fehlt eine Ecke. Doch die Tiefbauarbeiten auf dem Gelände Am Cronsbach sind erheblich fortgeschritten, so dass Mark Metzger, Geschäftsführer der Steinhagener Tiefbaufirma Vollmer, ein Ende absehen kann: „Drei bis vier Wochen werden wir noch brauchen, denn wir müssen auch Schotter und die Drainage einbauen.“

Annemarie Bluhm-Weinhold

Die Baugrube ist noch nicht ganz ausgehoben, doch hinter Spvg.-Marketing-Beauftragter Marion Elkmann und Vollmer-Chef Mark Metzger lassen sich die Ausmaße der zukünftigen Halle wenigstens erahnen. Foto: Bluhm-Weinhold

Das Grundstück, auf das das Millionenprojekt der Sportvereinigung gebaut wird, ist nass im Untergrund – hohe Grundwasserstände, eine Lehmschicht dazwischen: Das machte, wie berichtet, schon im Vorfeld Sondierungen nötig. Am 7. August haben die Bagger nun ihre Arbeit aufgenommen. 12.000 Kubikmeter Erde müssen sie insgesamt bewegen. Ein Riesenberg, der aber nur in Teilen abgefahren wird. „Wir haben überlegt, wie wir hier die Kosten senken können. Denn Bodenentsorgung ist extrem teuer“, sagt Mark Metzger. Ein weiterer Punkt, den alle Beteiligten kritisch sehen, sind die vielen Fahrten , um 12.000 Kubikmeter Erde abzutransportieren – ein Störfaktor nicht nur aus Umweltgründen, sondern massiv auch für das Gymnasium.

Nebenplatz wird saniert

Doch eine Lösung ist gefunden – in der Sanierung eines Nebenplatzes. Dieser liegt in einer Senke neben dem Kunstrasenplatz und hat seit jeher ein Feuchtigkeitsproblem, weshalb Mark Metzger auch von „Nasszelle“ spricht. 7.500 Kubikmeter von dem „Hallenboden“ sind jetzt nur um die Ecke bis ins Cronsbachstadion gebracht worden, wo sie demnächst eingearbeitet werden.

Zurück zur Baugrube: Nebenan türmt sich schon ein Berg. Denn Boden ist auch später zum Anfüllen des neuen Gebäudes nötig. 1000 Kubikmeter Mutterboden und 3000 Kubikmeter zum Auffüllen werden benötigt. Erde wird somit auch zwischengelagert, muss aber aufbereitet werden. „Der Boden hier ist nicht so gut, man wird ihn stabilisieren müssen“, sagt Tiefbauexperte Metzger. Für den Nebenplatz indes ist er geeignet.

Für Ende September/Anfang Oktober ist jetzt der Beginn der Rohbauarbeiten angepeilt. „Die Baugenehmigung liegt vor, das Gewerk ist vor zwei Wochen vergeben worden“, sagt Marion Elkmann, Marketingbeauftragte des Vereins. Der gesamte Bauzeitenplan hat sich auch durch die Bodensondierung im Vorfeld und durch Corona nicht verschoben: „Wir sind im Zeitplan, dass wir Ende 2021 fertig sein können“, so Elkmann. Bei so einem Riesenprojekt habe niemand damit gerechnet, dass immer alles glatt laufe: „Aber solange wir zusammenhalten, sind wir zuversichtlich, dass das gut über die Bühne geht. Und wir wissen ja, dass wir am Ende eine der schönsten Sportanlagen weit und breit haben werden.“

Herausforderung: der tägliche Trainingsbetrieb

Indes ist der Sporthallen-Neubau längst nicht das einzige, das die Spvg.-Trainer und Mitglieder derzeit vor Herausforderungen stellt: Sport unter Corona-Reglement ist eine weitere. Jede Sportart hat andere Vorgaben. Marion Elkmann erlebt den Aufwand, der betrieben werden muss, um gemeinsam trainieren zu können gerade mit ihren Handball-Minis, fünf- und sechsjährigen Kindern. Mit denen dürfte sie zwar inzwischen auch wieder in die Halle, aber der Weg dorthin ist schwierig mit begrenzter Personenzahl in den Umkleiden, Abstand, Maske – wie soll das gehen bei Kindern, bei denen häufig noch die Eltern mitkommen? So trainieren die Minis mit alternativem Spielgerät wie einer 1,60 Meter langen Schwimmnudel auf dem Bolzplatz am Waldbad, wo sie viele athletische oder koordinative Übungen machen. Glück, wer überhaupt trainieren kann: „Das Kinderturnen wird extrem vermisst“, sagt Marion Elkmann.

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