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Seit 20 Jahren engagiert sich Klaus Redecker in Steinhagen als Wahlhelfer

»Die Demokratie unterstützen«

Steinhagen (WB). Ohne sie geht am kommenden Sonntag nichts: 110 000 Wahlhelfer werden anlässlich der Landtagswahl am 14. Mai in ganz Nordrhein-Westfalen im Einsatz sein. Einer von ihnen in Steinhagen ist Klaus Redecker.

Volker Hagemann

Klaus Redecker vor einem Bild seiner Heimatgemeinde Steinhagen. Durch seinen ehrenamtlichen Einsatz als Wahlhelfer möchte der 56-jährige Versicherungsfachwirt auch einen Teil zur Stärkung der Demokratie beitragen. Foto: Volker Hagemann

Seinen Einsatz am Sonntag sieht Redecker als einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie. »Auch wenn das vielleicht manchmal so erscheint – in einer Demokratie zu leben, ist ja nicht selbstverständlich«, betont der 56-Jährige. »Das Wahlrecht ist schließlich ein sehr, sehr hohes Gut«, weiß der Steinhagener. Um das wahrnehmen zu können, werden eben auch Wahlhelfer benötigt. 136 von ihnen werden am Sonntag, 14. Mai, in den 17 Steinhagener Wahllokalen im Einsatz sein. »Hinzu kommen 20 Ehrenamtliche als Briefwahlvorstände«, sagt Ordnungsamtsleiterin Ellen Stephan.

Ausgabe der Stimmzettel und Ermittlung der Wahlbeteiligung

In dem Wahllokal, das erneut in der Grundschule Dorf eingerichtet wird, kümmern sich Klaus Redecker und seine ebenfalls freiwilligen Mitstreiter als Team um den korrekten Ablauf: Dazu gehören die Überprüfung der Personalien, die Ausgabe der Stimmzettel an die Wahlberechtigten dieses Bezirks, aber auch die Ermittlung der Wahlbeteiligung. »Wir stehen den Wahlberechtigten bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Außer natürlich in der Kabine – schließlich soll ja das Wahlgeheimnis gewahrt werden«, betont Redecker.

Von 7.30 bis 20 Uhr im Einsatz – oder auch mal länger

Das insgesamt achtköpfige Team in der Grundschule Dorf besteht aus dem Wahlvorsteher, Klaus Redecker als dessen Stellvertreter, einem Schriftführer und weiteren Beisitzern. Auch wenn der Tag für die ehrenamtlichen Helfer – die lediglich ein »Erfrischungsgeld« in Höhe von 40 Euro erhalten – von 7.30 Uhr bis vor­aussichtlich 20 Uhr oder länger dauert. »Wir arbeiten in mehreren Schichten, haben also alle immer mal Pause«, erklärt Redecker.

Schon seit 20 Jahren ist der Steinhagener als Wahlhelfer in seiner Heimatgemeinde aktiv. »Es ist einfach wichtig, sich zu engagieren, und dazu möchten wir auch weitere Interessierte ermutigen«, sagt der Versicherungsfachwirt. Wahlhelfer werden darf jeder, der auch für die Landtags- oder Bundestagswahl wahlberechtigt ist. Ebenso wichtig sei es, sein Wahlrecht auch auszuüben: »Erst dadurch lebt eine Demokratie. Eine hohe Wahlbeteiligung unterstreicht deren Wertigkeit«, findet Klaus Redecker.

Nach der Auszählung erste Schnellmeldung ins Rathaus

Ab 18 Uhr ist der Wahlraum für die Besucher geschlossen, dann beginnt die Stimmenauszählung. »Die Ergebnisse nehmen wir ins Protokoll auf, alle acht Wahlhelfer müssen das dokumentieren. Im Anschluss folgt eine erste Schnellmeldung der Ergebnisse ins Rathaus«, erklärt Redecker. »Die versiegelte Box wird abends im Rathaus abgegeben.« Vor einigen Jahren habe es vorübergehend auch Wahlautomaten zur Stimmabgabe gegeben, erinnert sich der Steinhagener. »Das war zwar für uns weniger Papier, sie wurden aber wegen hoher Fehlerquote per Gerichtsurteil wieder abgeschafft.«

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